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Strategion GmbH

Software­systeme für die Maschinen­konfiguration entwickeln

Die Aufgabe

Die Konfiguration der Anlagen hängt an handgeschri­ebener Routinglogik und damit an einzelnen Personen. Wächst der Auftragseingang, wächst der Engpass mit.

Kunde
Hersteller von Laborautomation
Branche
Maschinen- und Anlagenbau
Dauer
Konzeption mit Abschluss­bericht, danach Lastenheft und Umsetzung
Softwaresysteme für die Maschinenkonfiguration entwickeln
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Lösungs­ansätze erhoben und erstbewertet — zwei davon vertieft, drei begründet verworfen

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Werkzeug­konzepte je mit Anforderungen, System­architektur, Technologie­auswahl, Risiko- und Kosten-Nutzen-Analyse

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Lastenheft, vom Auftraggeber weitgehend selbst erarbeitet und von uns überarbeitet — danach wurde die Umsetzung beauftragt

Kurz zum Kunden

Maschinen­fabrik für automatisierte Proben­vorbereitung. Die Anlagen sind Sondermaschinen: Jede Konfiguration folgt den Proben, den Laborabläufen und den Platzverhältnissen des jeweiligen Kunden. Damit liegt ein erheblicher Teil des Aufwands nicht in der Fertigung, sondern davor — im Konfigurieren, und das heißt: im Wissen einzelner erfahrener Menschen.

Unsere Lösung

Bevor man ein Werkzeug entwickelt, muss man wissen, welches der fünf möglichen sich rechnet. Diese Rechnung ist die eigentliche Leistung.

Die Aufgabe

Der Konfigurations­prozess der Maschinen­linie ist der Engpass vor der Fertigung. Die Routinglogik — welcher Schritt in welcher Reihenfolge an welcher Station geschieht — wird von Hand in einer Entwicklungs­umgebung geschrieben, in Zeilen, die man kennen muss, um sie zu schreiben. Das funktioniert, solange die Menschen da sind, die es können, und es skaliert nicht. Der Auftrag ist nicht, ein Werkzeug zu entwickeln, sondern zuerst zu klären, welches Werkzeug überhaupt hilft: Wo genau verschwindet die Zeit, welche Ansätze kommen in Frage, was kostet jeder von ihnen, und was bringt er. Erst danach soll über eine Umsetzung entschieden werden.

Unser Ansatz

Fünf Ansätze, drei begründet verworfen. Wir haben nicht den naheliegendsten Ansatz konzipiert, sondern das Feld geöffnet: ein Sprachmodell für die Erzeugung der Routingzeilen, Standardbedingungen für Maschinen, eine visuelle Erstellung der Routinglogik, ein Nachschlage­werkzeug für Routingzeilen und weitere. Nach der Erstbetrachtung blieben zwei. Der Wert dieses Schritts liegt in den drei, die wegfielen — jeder von ihnen wäre ein Projekt geworden, das jemand hätte begründen müssen.

Die Beteiligten wurden gefragt, nicht nur beobachtet. Neben der Prozess­aufnahme lief eine Umfrage unter den Menschen, die konfigurieren, zu ihren Tätigkeiten und den Verbesserungs­potenzialen, die sie sehen. Bei einem Prozess, dessen Wissen in Köpfen liegt, ist das keine Beteiligungs­geste: Die Stellen, an denen Zeit verschwindet, kennt niemand besser, und ein Werkzeug, das an der falschen Stelle ansetzt, wird nicht benutzt, sondern umgangen.

Jeder der beiden Ansätze bekam eine eigene Kosten-Nutzen-Analyse. Nicht eine gemeinsame Bewertung und eine Empfehlung, sondern für jedes Werkzeug Anforderungen, Architektur, Schnittstellen, Technologie­auswahl, Risiken und Wirtschaftlichkeit getrennt. Damit konnte der Auftraggeber die Entscheidung selbst treffen, auch anders als wir sie getroffen hätten. Das ist der Unterschied zwischen einer Machbarkeits­studie und einer Empfehlung mit Anhang.

Getrennte Teilprojekte für Konzeption und Umsetzung, mit einer Entscheidung dazwischen. Der Vertrag unterscheidet ein Teilprojekt Konzeption und ein Teilprojekt Umsetzung, mit optionalem Prototyping am Ende der Konzeption. Diese Trennung ist für den Auftraggeber der Punkt: Er kauft zuerst eine Entscheidungs­grundlage und danach, wenn er will, ein Werkzeug. Der Beleg, dass dieses Vorgehen richtig war, ist unspektakulär und eindeutig: Er hat auf Grundlage des Berichts ein Lastenheft erarbeitet, das wir anschließend überarbeitet haben, und die Umsetzung haben wir entwickelt.

Das gemeinsame Team war gemischt, und zwar planmäßig. Die Phasen sind im Projektplan mit Verantwortlichkeiten hinterlegt: Erhebung durch Entwickler und Ingenieure des Auftraggebers zusammen mit unserem Projektteam, Konzept­entwicklung ebenso, Prototyping bei uns. Bei einem Konfigurations­prozess, dessen Logik in der Domäne steckt, ist eine Aufgabenteilung nach Rollen wirksamer als eine nach Firmen.

Das Ergebnis

Ein Abschluss­bericht mit Entscheidungs­grundlage.

Zunächst eine Erhebung: Prozesse aufgenommen, relevante Daten identifiziert, und eine Umfrage unter den Beteiligten zu ihren Tätigkeiten und den Verbesserungs­potenzialen, die sie selbst sehen. Daraus fünf Lösungs­ansätze, erstbewertet — von einem Sprachmodell für die Erzeugung der Routingzeilen über Standardbedingungen für Maschinen bis zu einer visuellen Erstellung der Routinglogik. Zwei davon sind vertieft worden: ein Nachschlage­werkzeug für die Routingzeilen und ein grafisches Werkzeug für die Routinglogik.

Für jedes eine Anforderungs­analyse mit Verifikation, ein Entwurf der System­architektur samt Schnittstellen, eine Technologie­auswahl, eine Risikoanalyse und eine Kosten-Nutzen-Analyse, zusammengeführt in einem Machbarkeits­bericht. Auf dieser Grundlage ist das Lastenheft für die Umsetzung entstanden: Der Auftraggeber hat es weitgehend selbst erarbeitet, wir haben es anschließend überarbeitet. Die Umsetzung ist daraufhin beauftragt und von uns durchgeführt worden.

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