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Strategion GmbH

Rückverfolgbarkeit in der Produktion prüfen

Die Aufgabe

Die Rückverfolgung läuft manuell über Papier­dokumente, und das vorhandene ERP-System ist nicht auf die eigenen Abläufe angepasst.

Kunde
Vorlieferant der Wurstindustrie
Branche
Agrar- und Ernährungs­wirtschaft sowie Landtechnik
Dauer
rund ein halbes Jahr
Rückverfolgbarkeit in der Produktion prüfen
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Anforderungs­blöcke für den Produktions­kern: Wiegen, Barcodes, Dokumente, Rückverfolgbarkeit

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Prozess­modelle in BPMN, Ist- und Soll-Ablauf der Produktion

Kurz zum Kunden

Mittelständischer Hersteller von Vorprodukten aus Schweinefleisch, eingebunden als Vorlieferant in die Produktions­ketten der Wurstindustrie. Rohmaterial aus der Umgebung, eigene Verarbeitung mit Kühlung, Abnehmer in Europa und weltweit. Die Preise werden je Lieferung verhandelt, weshalb schlanke Abläufe hier keine Kür sind.

Unsere Lösung

Ein Befund ist keine Entscheidung. Zwischen „die IT trägt nicht" und „wir nehmen dieses System" liegt die Arbeit, die niemand gern macht.

Die Aufgabe

Der Hersteller liefert standardisierte Vorprodukte in die Produktions­ketten der Wurstindustrie. Die Tagespreise gelten je Lieferung, die Margen sind eng, und die Verwaltung ist trotz kräftigem Wachstum klein geblieben. Ein vorangegangener IT-Check hat gezeigt, wo es klemmt: Die Rückverfolgung läuft manuell über Papier­dokumente, das vorhandene ERP-System ist nicht auf die eigenen Abläufe angepasst, ein durchgehendes IT-Konzept fehlt. Zu klären ist, was eine Modernisierung leisten muss und was sie wirtschaftlich darf.

Unser Ansatz

Erst hinsehen, wo produziert wird. Wir haben die Abläufe im Produktions­bereich aufgenommen, nicht im Büro: Anlieferung, Zerlegung, Verarbeitung, Versand, dazu die Anforderungen aus Qualitäts­management und Rückverfolgbarkeit. Modelliert in BPMN 2.0, einmal als Ist-Ablauf und einmal als Soll-Ablauf, mit klarer Zuordnung von Verrichtung, Rolle und eingesetzter Technik. Der kaufmännische Bereich blieb bewusst außerhalb des Geltungs­bereichs, bis auf die notwendigen Schnittstellen. Ein Vorhaben, das alles umfasst, führt zu einem Konzept, das nichts entscheidet.

Die Zettel­wirtschaft war nicht das Problem, sondern das Symptom. Papier entsteht in der Produktion dort, wo ein System die Erfassung nicht annimmt: an der Waage, beim Wiegeschein, bei der Frage, wer welche Charge bearbeitet hat. Genau diese Stellen wurden zu funktionalen Anforderungen: Wiegen mit Personenzuordnung, Barcodes, Dokumenten­lenkung und Rückverfolgbarkeit als eigener Anforderungs­block. Damit hängt die Rückverfolgung nicht mehr an einem Ordner, den jemand richtig abgelegt haben muss.

Nach Standard spezifiziert, damit es anschlussfähig bleibt. Die Spezifikation folgt ISO/IEC/IEEE 29148, das auf der IEEE-Empfehlung 830 aufbaut, und deckt neben den Funktionen auch Benutzbarkeit, Leistung, Datenhaltung und Randbedingungen ab. Dazu ein eigenes Kapitel, wie jede Anforderungs­gruppe später zu prüfen ist: Test mit echten Daten aus der Vergangenheit, logischer Test der Verknüpfungen, Prüfung gesetzlicher Vorgaben durch Fachleute. Der Grund für den Standard ist nicht Formtreue. Ein Anforderungs­katalog in dieser Form kann ein Anbieter beantworten, ein Prüfer nachvoll­ziehen und ein anderes Unternehmen derselben Branche übernehmen.

Machbar heißt bezahlbar. Parallel entstand die Markt­übersicht der ERP-Systeme für die fleischverarbeitende Industrie mit ihren Schwerpunkten und Stärken-Schwächen-Profilen, dazu die Frage, ob das vorhandene System ausgebaut oder ersetzt wird. Geprüft wurde nicht die theoretische Optimallösung, sondern was sich für ein Unternehmen dieser Größe rechnet, einschließlich der unbequemen Möglichkeit, dass ein Branchen­system zu groß ist und Funktionen mitbezahlt werden, die nie zum Einsatz kommen. Für die Systemseite haben wir einen ERP-erfahrenen Partner zugezogen; die Bewertung blieb bei uns.

Das Ergebnis

Eine Anforderungs­spezifikation für den Produktions­kern nach internationalem Standard, mit Ist- und Soll-Prozessmodell in BPMN.

Die Modelle reichen von der Anlieferung des Rohmaterials über Zerlegung und Verarbeitung bis zum Versand, mit Wiegen und Personenzuordnung, Barcodes, Dokumenten­fluss und durchgehender Rückverfolgbarkeit. Dazu eine Markt­übersicht der Branchen­systeme und die Prüfung, was technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Bausteine sind anschließend angegangen worden.

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