Recherche und Prüfung von mit KI-Agenten automatisieren
Die Aufgabe
Wer den passenden Nachunternehmer sucht, liest Kartendienste, Branchenportale und das Handelsregister. Von Hand, für jedes Gewerk neu.
KI-generiert ist die Agentenstrecke für Recherche und Nachweisprüfung — der erste Leuchtturm-Anwendungsfall des Hauses
sind die Quellen: Fließtext aus Portalen, Registern und Firmenseiten, gelesen und den Kriterien zugeordnet
validiert in mehreren Feedbackschleifen, statt am Ende einmal abgenommen zu werden
Kurz zum Kunden
Ein großes deutsches Bauunternehmen mit eigener Projektentwicklung, das schlüsselfertig baut und dafür in erheblichem Umfang mit Nachunternehmern arbeitet. Die Wertschöpfung reicht von Vertrieb und Kalkulation über Planung und Einkauf bis in die Bauausführung. Der Einkauf entscheidet dabei über Gewerke, Regionen und Firmen — und trifft diese Entscheidungen heute auf einer Informationsgrundlage, die jedes Mal neu zusammengesucht wird.
Unsere Lösung
Kein Register liefert den passenden Betrieb, und kein Nachweis kommt maschinenlesbar. Genau deshalb braucht es hier Agenten und keine Abfrage.
Die Aufgabe
In einem großen Bauunternehmen entscheidet der Einkauf regelmäßig über Nachunternehmer, und diese Entscheidung hat zwei Seiten. Vor der Zusammenarbeit steht die Frage, wer überhaupt in Frage kommt: fachliche Spezialisierung, Unternehmensgröße, Einsatzradius, Referenzen, Kapazitäten — Angaben, die in Kartendatenbanken, Branchenportalen, im Handelsregister und in internen Quellen verstreut liegen, in Fließtext und nicht in Feldern, und die heute von Hand zusammengesucht werden. Während der Zusammenarbeit steht die Frage der Nachweise: Handwerkskarte, Handelsregisterauszug, Sozialversicherungsnachweis, Bescheinigung der — jedes Dokument in einer anderen Form, von einer anderen Stelle, mit einer anderen Frist. Genau diese beiden Aufgaben lassen sich mit klassischer Software nicht lösen: Es gibt keine Schnittstelle, die einen passenden Betrieb zurückgibt, und keine Maske, in der ein Nachweis maschinenlesbar steht. Der Auftrag ist deshalb, dafür KI-Agenten zu entwickeln — Systeme, die unstrukturierte Quellen lesen, die gefundenen Angaben gegen die Kriterien des Einkaufs bewerten und ihre Ergebnisse belegen können.
Unser Ansatz
Warum Agenten und nicht eine Datenbankabfrage. Die Angaben, auf die es ankommt, stehen in Fließtext: in auf Firmenseiten, in Portaleinträgen, in Registerauszügen. Eine klassische Abfrage findet, was in einem Feld steht, und übersieht den Rest. Ein Agent liest die Quelle, versteht, dass eine Angabe wie Ausführung im Umkreis von 150 Kilometern ein Einsatzradius ist, und ordnet die Angabe dem richtigen Kriterium zu. Das ist der eigentliche Grund, warum diese Aufgabe erst jetzt lösbar ist.
Am Anfang steht das fachliche Verständnis, nicht die Datenquelle. Es ist verlockend, mit dem zu beginnen, was technisch greifbar ist: Portale, Register, Schnittstellen. Dann entsteht eine Strecke, die viel findet und wenig trifft. Deshalb wird zuerst aufgenommen, wie der Einkauf heute sucht und woran er entscheidet — und erst danach, welche Quelle diese Angaben liefern kann und welches Verfahren sie herausholt.
Nachweisprüfung ist der unspektakuläre Teil und der mit dem klarsten Nutzen. Handwerkskarte, Handelsregisterauszug, Sozialversicherungsnachweis, Bescheinigung der — Dokumente mit festen Inhalten, aber ohne feste Form: jede ausstellende Stelle hat ihr eigenes Layout. Für ein Sprachmodell ist genau das leicht und für eine Maske unmöglich. Hoher Wiederholungsgrad, klare Kriterien, ernste Folgen beim Übersehen — verlässlicher lässt sich ein Anwendungsfall kaum wählen.
Entwickelt wird spezifikationsgetrieben, und der Code entsteht KI-gestützt. Am Anfang jeder Umsetzung steht eine Spezifikation: ein versioniertes Dokument, das wie Code geprüft wird, für Technik und Fachbereich gleichermaßen lesbar, in dem Entscheidungen, Sonderfälle und Abwägungen geklärt sind, bevor eine Zeile entsteht. Die Architektur wird nach einem etablierten Rahmenwerk dokumentiert. Der Grund für diese Reihenfolge ist nicht Ordnungsliebe, sondern Prüfbarkeit: Erzeugter Code wächst schneller, als die Zeit reicht, ihn zu lesen. Wer einem Modell nur beschreibt, was er ungefähr will, bekommt schnell Code und bei jedem Durchlauf einen anderen. Die Spezifikation ist zugleich die Dokumentation, die sonst am Ende fehlt — und hier ist sie der Ort, an dem die Bewertungskriterien des Einkaufs schwarz auf weiß stehen, bevor ein Agent nach ihnen sucht.
Die Strecke unterstützt, sie entscheidet nicht. Welcher Nachunternehmer beauftragt wird, bleibt eine Entscheidung von Menschen mit Erfahrung in Gewerken, Regionen und Firmen. Was die Agenten liefern, ist Transparenz über die verfügbaren Kandidaten und weniger Aufwand bei Recherche und Prüfung. Diese Abgrenzung gehört an den Anfang, weil sie darüber entscheidet, ob ein Fachbereich mitarbeitet oder sich wehrt — und bei einem System, das Lieferanten bewertet, ist das keine Formsache.
Feedbackschleifen sind eingeplant, nicht optional. Ein erheblicher Teil des Aufwands liegt darin, die Ergebnisse gemeinsam mit dem Einkauf durchzusehen und die Kriterien nachzuschärfen. Wer diesen Teil streicht, liefert eine Strecke, die im Test überzeugt und im Betrieb nicht benutzt wird — weil die ersten zwanzig Vorschläge daneben lagen und danach niemand mehr hinschaut.
Das Ergebnis
Eine Agentenstrecke in zwei Teilen, entwickelt gemeinsam mit dem Einkauf.
Der Rechercheagent erschließt öffentliche Quellen über eine Sammelinfrastruktur, liest die dort gefundenen Fließtexte aus und stellt daraus Kandidaten mit den Angaben zusammen, die eine Bewertung braucht — fachliche Spezialisierung, Größe, Einsatzradius, Referenzen, Kapazitäten. Die Bewertungskriterien stammen nicht von uns, sondern aus der Aufnahme des heutigen Vorgehens im Einkauf, und sie stehen als Spezifikation fest, bevor der Agent nach ihnen sucht.
Der Prüfagent nimmt sich die Nachweisdokumente vor: Er liest sie unabhängig von ihrer Form, gleicht sie gegen die internen Standards des Hauses ab und meldet, was fehlt oder abgelaufen ist. Weil eine solche Strecke nur so gut ist wie ihre Übereinstimmung mit dem Facharbeitsalltag, sind Feedbackschleifen mit dem Einkauf fester Bestandteil: Ergebnisse durchsehen, Kriterien nachschärfen, wieder laufen lassen. Dazu die Einführung — Begleitung des Fachbereichs, Kommunikation, Übergang in die tägliche Arbeit.
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