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Strategion GmbH

KI in das eigene Entwicklungs-Framework integrieren

Die Aufgabe

Ein über Jahrzehnte gewachsenes Framework, mitten in der Sprachumstellung. Genau dort soll KI hinein, ohne die Beherrschbarkeit zu verlieren.

Kunde
Anbieter von Steuer­software
Branche
Software und Informations­dienste
Dauer
zweieinhalb Jahre, laufend
KI in das eigene Entwicklungs-Framework integrieren
in Betrieb

die entwickelte Agenten­plattform läuft im Haus des Anbieters, mit einer Visualisierung, in der sich die Einsatz­szenarien durchspielen lassen

4

aufeinander aufbauende Beauftragungen über drei Jahre, jede aus der laufenden Arbeit heraus

7

Stränge des Vorgehens, von der Bedarfs­analyse über Integration und Überwachung bis zu Ethik, Kompetenz­aufbau und Änderungs­management

Kurz zum Kunden

Anbieter von Software für Steuer­beratung und Buchhaltung, seit Jahrzehnten am Markt. Das System ist die Daten­drehscheibe einer Kanzlei: Belege, Buchungen, Stammdaten, Steuer­erklärungen, die Übermittlung an die Finanz­verwaltung und die Kommunikation mit den Mandanten laufen darüber. Die Anwender sind mit dem System langjährig vertraut und arbeiten sehr unterschiedlich damit — was hohe Flexibilität verlangt und eine entsprechende Komplexität erzeugt. Entwickelt wird von einer eigenen Abteilung mit rund fünfzig Personen, während das gesamte System schrittweise von einer Programmiersprache auf eine andere umgestellt wird.

Unsere Lösung

Ein gewachsenes Framework verträgt keine fremde Bauweise. KI muss in seiner Logik ankommen, nicht neben ihr.

Die Aufgabe

Das Haus will KI nicht nur ins Produkt bringen, sondern in die eigene Software­entwicklung — und das unter denkbar anspruchsvollen Bedingungen. Das Framework ist über Jahrzehnte gewachsen und folgt einer eigenen Bauweise: ein granulares Fachkonzept aus wiederverwendbaren Bausteinen, drei Schichten von der Oberfläche über die Fachlogik bis zum Datenzugriff, Modellierung in einer formalen Notation, starke Kapselung zwischen den Modulen über indirekte Aufrufe. Gleichzeitig läuft die schrittweise Umstellung des gesamten Systems von einer Programmiersprache auf eine andere, und dabei wird die Logik ausdrücklich nicht eins zu eins übernommen, sondern wo möglich verbessert. In eine solche Umgebung KI einzuführen, heißt nicht, ein Werkzeug zu beschaffen. Es heißt, für ein Haus mit eigener Bauweise zu klären, welche Verfahren zu ihr passen, wo sie ansetzen und was sich dadurch am Vorgehen ändert.

Unser Ansatz

Erst die Bauweise verstehen, dann die Verfahren wählen. Ein Fachkonzept aus wiederverwendbaren Bausteinen mit strenger Kapselung und indirekten Aufrufen ist eine bewusste Entscheidung für Beherrschbarkeit, keine Altlast. Wer dort ein Verfahren einführt, das quer dazu steht, bekommt keine Verbesserung, sondern eine zweite Bauweise im selben System. Deshalb stand am Anfang die Aufnahme von Architektur und Entwicklungs­prozess und nicht die Auswahl von Werkzeugen.

Die Sprachumstellung ist die Gelegenheit, nicht das Hindernis. Wenn ein System ohnehin Modul für Modul übertragen wird und die Logik dabei verbessert werden darf, ist genau das der Moment, in dem KI-Unterstützung den größten Hebel hat. Danach ist der Code wieder für Jahre festgelegt. Diese Chance bemerkt man nur, wenn man den Entwicklungs­prozess kennt und nicht nur die Produkt­wünsche.

Anwendungs­fälle aus dem Auftakt, nicht aus dem Katalog. Schon im Kick-off entstanden mehr als ein Dutzend Ansätze, und sie kamen aus der Vorstellung des Systems selbst — von der Belegzuordnung über die Anomalie­erkennung bis zur Auswertung der Klickwege. Solche Ansätze sind belastbarer als eine Liste von außen, weil jeder von ihnen einen Menschen im Haus hat, der ihn vorgetragen hat.

Ethik und Regelkonformität laufen mit, nicht hinterher. In einer Software, die steuerliche Sachverhalte verarbeitet, entscheidet die Zulässigkeit einer Funktion mit darüber, ob sie überhaupt entwickelt werden darf. Deshalb sind Datenschutz, Daten­sicherheit und die europäische KI-Verordnung ein eigener Strang und keine Abnahme­prüfung am Ende.

Das Angebot als idealtypisches Vorgehen, nicht als Bauplan. Im Auftakt wurde ausdrücklich vereinbart, dass das Budget im Einvernehmen dorthin gelenkt wird, wo es die Anforderungen sinnvoll erscheinen lassen. Das ist bei KI-Vorhaben die ehrlichere Vereinbarung: Was in Monat drei wichtig ist, weiß in Monat null niemand, und ein starr abgearbeiteter Leistungsplan liefert am Ende genau das, was man am Anfang vermutet hat.

Das Ergebnis

Ein Vorgehen in sieben Strängen und die Umsetzung daraus.

Am Anfang die Bedarfs­analyse mit dem Entwicklungs­team und eine Roadmap, die Anwendungs­fälle priorisiert. Darauf die Bewertung der verfügbaren Verfahren nach technischer Machbarkeit, Kosten, Integrierbarkeit in die bestehende Infrastruktur und Risiken, dann die schrittweise Integration in das Framework mit einem Konzept für Skalierung und laufende Überwachung von Leistung und Akzeptanz. Dazu die Beratung zu Ethik und Regelkonformität einschließlich der europäischen KI-Verordnung, der Kompetenz­aufbau im Entwicklungs­team und ein begleitendes Änderungs­management, das Entwicklung, Produkt­management, Qualitäts­sicherung und Datenschutz von Anfang an einbezieht.

Aus dem Auftakt kommen die Anwendungs­felder: die Dokumentation der technischen Zusammenhänge, Unterstützung bei der Sprachumstellung, bessere Zuordnung von Belegen zu Buchungen, Anomalie­erkennung im Waren- und Belegfluss, Weiter­entwicklung des Testens, Auswertung von Klickwegen für Verbesserungs­vorschläge und passende Schulungs­inhalte. Entwickelt worden ist außerdem eine Agenten­plattform, die inzwischen im Haus in Betrieb ist und deren Einsatz­szenarien sich in einer eigenen Visualisierung durchspielen lassen.

Gearbeitet wird agil und anwendungs­fallgetrieben, in zweiwöchigen Abstimmungen; das Angebot gilt ausdrücklich als idealtypisches Vorgehen, das Budget wird im Einvernehmen dorthin gelenkt, wo es gebraucht wird.

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