KI-Anwendungsfälle konzipieren und daraus die Zielarchitektur ableiten
Die Aufgabe
Nach der Priorisierung kommt der Reflex, eine Plattform zu beschaffen. Und danach die Frage, was eigentlich darauf laufen soll.
sind die drei Use-Case-Konzepte, die Analyse der Datenlandschaft und die Umsetzungsplanung
dann die Technik: Vertriebsassistent, Wissensassistent und Controlling werden ausgearbeitet, bevor über Infrastruktur entschieden wird
verantwortet im Haus einen Arbeitsstrang — benannt vor dem ersten Termin
Kurz zum Kunden
Ein Familienunternehmen für mit Produktion in Deutschland und Kunden in mehr als vierzig Ländern. Die Kernprozesse laufen weitgehend im eigenen Haus, eine eigene KI-Abteilung gibt es nicht. Die Haltung zur KI ist entsprechend nüchtern: Sie soll dem Betrieb nutzen, sich einzeln rechtfertigen und keine dauerhafte Abhängigkeit von außen erzeugen.
Unsere Lösung
Eine Infrastrukturentscheidung, die vor den Fachkonzepten fällt, ist eine Wette. Danach ist sie eine Rechnung.
Die Aufgabe
Ein international tätiges Familienunternehmen für hat drei KI-Anwendungsfälle priorisiert. Einen Assistenten für den Vertrieb, einen Wissensassistenten für das Intranet und einen Controlling-Fall. Der übliche nächste Schritt wäre die Beschaffung einer Plattform gewesen. Die Geschäftsführung will das ausdrücklich nicht. Vereinbart ist stattdessen, die drei Fälle zuerst fachlich zu validieren und zu schärfen, bevor in Technik und Infrastruktur investiert wird — und die Analyse der Daten- und Systemlandschaft zielgerichtet an diesen Konzepten auszurichten statt als Vollerhebung zu betreiben. Am Ende soll eine Planung stehen, die belastbar genug ist, um darauf eine Investitionsentscheidung zu gründen.
Unser Ansatz
Erst das Fachkonzept, dann die Technik — bewusst andersherum. Der naheliegende Weg nach einem Anwendungsfall-Workshop ist, die Plattform zu beschaffen und danach zu schauen, was darauf laufen soll. Hier wird umgekehrt vorgegangen: Zuerst werden die drei priorisierten Fälle fachlich ausgearbeitet, erst danach wird die Daten- und Systemlandschaft aufgenommen, und zwar entlang dieser Konzepte statt flächendeckend. Wer zuerst kauft, muss hinterher begründen, warum das Gekaufte passt.
Die Arbeitspakete sind einzeln bestellbar, und das ist keine Verkaufstechnik. Angeboten waren sechs Pakete, beauftragt wurden fünf: die drei Fachkonzepte, die Analyse der Datenlandschaft und die Umsetzungsplanung. Die Einrichtung der Plattform blieb ausdrücklich draußen. Für ein Haus, das keine dauerhafte Abhängigkeit von externen Partnern will, ist genau diese Teilbarkeit die entscheidende Eigenschaft eines Angebots — und für uns die ehrlichere Reihenfolge, weil sie uns zwingt, den Nutzen vor dem Umsatz zu zeigen.
Zu jedem Anwendungsfall gehört eine verantwortliche Person im Haus. Vor dem ersten Termin standen sie fest: je eine für den Vertriebsassistenten, den Wissensassistenten und den Controlling-Fall, dazu eine aus der IT für die Datenlandschaft, und eine Projektleiterin als zentrale Ansprechpartnerin. Das klingt nach Organisation und ist inhaltlich: Ein Fachkonzept, das niemandem gehört, wird ein Dokument. Eines mit einer verantwortlichen Person wird ein Anforderungskatalog.
Die Analyse der Datenlandschaft ist zielgerichtet, nicht vollständig. Eine vollständige Aufnahme aller Systeme und Datenquellen dauert Monate und veraltet währenddessen. Gefragt ist nur, was die drei Konzepte tatsächlich brauchen: welche Quellen sie lesen, welche Rechte daran hängen, welche Formate und welche Aktualität vorliegen. Der Umfang der Analyse folgt damit aus den Fachkonzepten — und das ist der zweite Grund, warum sie danach kommt und nicht davor.
Die Architekturentscheidung steht am Schluss, weil sie erst dort begründbar ist. Zwischen eigenem Betrieb und hybridem Modell entscheidet nicht die Grundhaltung, sondern das, was die Konzepte an Datenzugriff, Vertraulichkeit und Last verlangen. Zusammen mit der Ressourcenplanung entsteht daraus eine Investitionsvorlage, die auf Zahlen aus dem eigenen Haus beruht und nicht auf einer .
Das Ergebnis
Fünf Arbeitspakete sind beauftragt und in Umsetzung.
Dazu gehören die fachliche Konzeption der drei Anwendungsfälle mit Zielsetzung, Nutzenlogik, Lösungsansatz und Abgrenzung, die Aufnahme der Daten- und Systemlandschaft entlang dieser Konzepte und darauf aufbauend eine Umsetzungsplanung mit Ressourcenbedarf für alle Lösungen und der Entscheidung zwischen eigenem Betrieb und hybridem Modell. Das sechste Paket, die Einrichtung der Plattform selbst, ist auf Wunsch des Unternehmens zunächst draußen geblieben und kann später einzeln bestellt werden.
Auf Kundenseite steht seit dem ersten Tag eine Projektleiterin als zentrale Ansprechpartnerin bereit, und jeder der vier Arbeitsstränge hat eine namentlich benannte verantwortliche Person aus dem betroffenen Bereich.
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