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Strategion GmbH

KI-Anwendungs­fälle aus fremden Branchen übertragen

Die Aufgabe

Wer Best Practices der eigenen Branche kopiert, wird so gut wie der Durchschnitt. Der Vorsprung liegt in Verfahren, die es dort noch nicht gibt.

Kunde
Berufsverband der Wirtschafts­prüfer
Branche
Finanz- und Prüfungs­wirtschaft
Dauer
Workshopreihe mit anschließender Vertiefung eines Anwendungs­falls über sechs Monate
KI-Anwendungsfälle aus fremden Branchen übertragen
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Anwendungs­fälle aus fünf fremden Branchen ausgewählt — Versicherungs­wesen, Verkehrs­sicherheit, Kriminologie, Onlinehandel und Medizin

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Achsen im Bewertungs­rahmen: Realisierungs­horizont von heute bis fünf Jahre und Entfernung der Herkunfts­branche

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Vorgehens­modell für die Übertragung, in einem eigenen Fachaufsatz dokumentiert und damit wiederholbar

Kurz zum Kunden

Berufsverband der Wirtschafts­prüfer. Er vertritt die Interessen des Berufsstands, gibt fachliche Verlautbarungen heraus und erreicht mit ihnen Prüfungs­gesellschaften jeder Größe — von den großen Häusern bis zur Einzelkanzlei. Das prägt jede Arbeit für ihn: Was er veröffentlicht, wird Orientierung für einen ganzen Beruf, und es muss für die kleine Kanzlei genauso anwendbar sein wie für die große.

Unsere Lösung

Die beste Idee für die Prüfung kommt selten aus der Prüfung. Sie kommt aus einer Branche, die dasselbe Problem früher hatte.

Die Aufgabe

Ein Berufsstand, der nach Innovationen sucht, schaut zuerst auf sich selbst — auf die großen Häuser, auf die Nachbarkanzlei, auf die etablierten Prüfungs­werkzeuge. Das ist die zuverlässigste Methode, den Durchschnitt zu erreichen. Die Aufgabe ist deshalb ungewöhnlich gestellt: nicht fragen, was in der Prüfung mit Künstlicher Intelligenz möglich ist, sondern was andere Branchen längst tun, das sich übertragen lässt. Und dann das Schwierigere — nicht bei einer inspirierenden Ideensammlung stehenzubleiben, sondern die Übertragung so zu strukturieren, dass sie wiederholbar wird. Für einen Verband ist das doppelt relevant: Er braucht Anwendungs­fälle für seine Mitglieder und ein Verfahren, mit dem diese selbst weitersuchen können.

Unser Ansatz

Zwei Achsen, und die zweite ist die ungewöhnliche. Der Realisierungs­horizont ist naheliegend — was geht heute, was in fünf Jahren. Die Branchen­entfernung ist der eigentliche Beitrag: Je weiter die Herkunfts­branche entfernt ist, desto größer der mögliche Vorsprung und desto größer der Übertragungs­aufwand. Ein Anwendungs­fall aus der Versicherung ist fast fertig und verschafft wenig Unterschied; einer aus der Kriminologie oder der Medizin ist Arbeit und verschafft Jahre. Diese Spannung sichtbar zu machen, ist der Zweck des Rahmens — und die Voraussetzung dafür, dass ein Gremium bewusst wählt statt nach Bauchgefühl.

Erst weit öffnen, dann in zwei Stufen schließen. Das Brainstorming war absichtlich interdisziplinär besetzt — KI-Forscher, Betriebswirte, Data Scientists — und hat viel produziert. Die Reduktion lief danach in zwei getrennten Fokusgruppengesprächen mit Fachleuten des Verbands, mit einer Recherche und Machbarkeits­bewertung dazwischen. Diese Trennung ist der Grund, warum am Ende fünf statt fünfzig Fälle standen: Zwischen den beiden Runden lag Arbeit, nicht nur eine weitere Diskussion.

Erklärbare Lernverfahren kamen aus der Medizin, und das war kein Zufall. Unter den fünf ausgewählten Fällen ist er der mit dem längsten Horizont und der größten Branchen­entfernung — und der einzige, der nicht eine Prüfungs­handlung automatisiert, sondern eine Voraussetzung dafür schafft. In der Medizin muss ein Befund begründet werden, weil ein Mensch dafür haftet. In der Prüfung gilt dasselbe. Aus dieser Beobachtung wurde ein eigener Arbeitsstrang.

Das Vorgehens­modell war das eigentliche Ergebnis. Fünf Anwendungs­fälle sind ein Ergebnis für einmal. Ein dokumentiertes Verfahren, mit dem sich die Übertragung wiederholen lässt, ist ein Ergebnis für dauerhaft — und für einen Verband, der nicht selbst entwickelt, sondern seine Mitglieder orientiert, das wertvollere. Es ist in einem eigenen Fachaufsatz beschrieben und damit nachvoll­ziehbar für jeden, der es anwenden will.

Ein Fall wurde anschließend vertieft, mit eigenem Auftrag. Der verbandseigene Verlag hat die Konzeption und Dokumentation eines branchen­bezogenen Anwendungs­falls über sechs Monate beauftragt. Damit hat das Vorgehens­modell seinen ersten eigenen Durchlauf bekommen — kein Beweis in der Theorie, sondern ein Fall, der die Stufen durchlaufen hat.

Das Ergebnis

Ein Bewertungs­rahmen mit zwei Achsen, in dem sich Anwendungs­fälle einordnen und vergleichen lassen.

Die eine Achse ist der Realisierungs­horizont von heute bis fünf Jahre, die andere die Entfernung der Herkunfts­branche von nah bis fern. Darauf ein mehrstufiges Verfahren: zuerst ein Brainstorming zwischen KI-Forschern, Betriebs­wirten und Data Scientists, in dem eine große Zahl grundsätzlich möglicher Anwendungs­fälle gesammelt und in den beiden Dimensionen aufgetragen worden ist; dann ein Fokusgruppengespräch mit Fachleuten des Verbands, das die Menge so weit reduziert hat, dass eine Recherche und Machbarkeits­bewertung möglich geworden ist; dann diese Bewertung; dann ein zweites Fokusgruppengespräch, in dem fünf Anwendungs­fälle ausgewählt worden sind.

Die fünf stammen aus fünf verschiedenen fremden Branchen: Dokumenten­klassifikation und Daten­extraktion aus dem Versicherungs­wesen, KI-gestützte Interview­technik aus der Verkehrs­sicherheit, Betrugs­erkennung aus der Kriminologie, das Vorschlagen der nächstbesten Handlung samt Dialogsystem aus dem Onlinehandel, und erklärbare Lernverfahren aus der Medizin. Das Verfahren selbst ist als Vorgehens­modell ausgearbeitet und in einem eigenen Fachaufsatz dokumentiert worden; ein weiterer Aufsatz beschreibt Entwicklung und Evaluation der Anwendungs­fälle. Anschließend ist ein Anwendungs­fall im Auftrag des verbandseigenen Verlags über sechs Monate vertieft konzipiert und dokumentiert worden.

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