Handlungsfelder mit der Führung erarbeiten
Die Aufgabe
Digitalisierung steht auf der Agenda der neuen Leitungsrunde. Offen ist, welche Handlungsfelder die dreizehn Führungskräfte gemeinsam tragen.
Handlungsfelder, von der Leitungsrunde selbst erarbeitet statt vorgegeben
Führungskräfte der neuen Leitungsebene an einem Tag zusammengeführt
Kurz zum Kunden
International tätiger mit Land-, Luft- und Seeverkehren sowie Kontraktlogistik. Digitale Werkzeuge sind einzeln vorhanden, von der Sendungsverfolgung bis zur mobilen Datenerfassung. Was fehlt, ist die gemeinsame Linie auf Führungsebene.
Unsere Lösung
Ein Workshop mit dreizehn Führungskräften gelingt nicht durch eine gute Agenda, sondern durch eine Architektur. Wir haben sie entwickelt und dann moderiert.
Die Aufgabe
Der Logistikkonzern hat Digitalisierung auf die Agenda der Führungsebene gesetzt und dafür eine neue, dreizehnköpfige Leitungsrunde gebildet. Die Frage ist nicht, was Digitalisierung ist. Die Frage ist, in welchen Feldern dieses Unternehmen handeln muss, und die Antwort darf nicht von der Geschäftsführung vorgegeben und nicht von einer Beratung mitgebracht werden. Wer Handlungsfelder nicht selbst erarbeitet hat, verfolgt sie später auch nicht.
Unser Ansatz
Erst die gemeinsame Sprache, sonst reden alle über etwas anderes. Der Tag begann mit einer Einordnung, was Digitalisierung tatsächlich verändert, Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, und was daran neu ist und was nur neu klingt. Ziel war nicht Begeisterung, sondern ein vorurteilsfreier Umgang mit dem Thema und ein Begriff, den nachher alle dreizehn gleich verwenden. Ohne diesen Schritt diskutiert eine Führungsrunde eine Stunde lang aneinander vorbei, ohne es zu merken.
Der Blick über den Tellerrand war eine Entscheidung, keine Verlegenheit. Wir haben bewusst keine Logistikbeispiele gezeigt. Wer nur die eigene Branche sieht, findet Verbesserungen und keine Handlungsfelder. Stattdessen digitale Serviceplattformen aus anderen Märkten, mit der unbequemen Erkenntnis, dass dort die Beherrschung der Plattform das Branchenwissen in den Hintergrund rückt. Für ein Logistikunternehmen ist das keine akademische Beobachtung, sondern eine Frage an das eigene Geschäftsmodell.
Anfassen schlägt Vorführen. Für den Workshop haben wir Demonstratoren aufbereitet und in die Runde gegeben: Anwendungen für den mobilen technischen Service, eine Datenbrille im Serviceeinsatz, eine vollständig virtualisierte Umgebung für Schulung und Instandhaltung. Nicht als Produktschau, sondern um ein haptisches Erlebnis zu erzeugen: Wer eine Datenbrille selbst getragen hat, diskutiert danach anders über mobile Arbeit als jemand, der eine Folie darüber gesehen hat.
Und dann übernimmt die Führung. Der eigentliche Arbeitsteil war moderiert, nicht vorgetragen: drei Stationen im World-Café-Format, vier bis fünf Personen je Gruppe, zwanzig Minuten Arbeit und zehn Minuten Präsentation je Thema, danach die Zusammenführung. Die Fragen waren scharf gestellt, wo sind Zeit- und Kostenfresser, wo liegen Innovationspotenziale im Geschäftsmodell, und die Antworten kamen aus der Runde. Am Ende stand eine Feedbackrunde mit vier Fragen, darunter die entscheidende: Wie wird das Thema hier weiter vorangetrieben? Was auf dieser Pinnwand stand, war das Ergebnis der Führungskräfte und nicht unser Vorschlag.
Das Ergebnis
Drei Handlungsfelder, von der Leitungsrunde selbst erarbeitet und in der Runde vertreten.
Daten und schwarmbasierte Dienste, Wearables und mobile Anwendungen, Geschäftsmodelle im Marktumfeld. Dazu ein gemeinsames Verständnis davon, was Digitalisierung für ein Logistikunternehmen konkret bedeutet, und ein Satz Fallbeispiele aus fremden Branchen, an dem sich die eigene Lage messen lässt.
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