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Strategion GmbH

Für unterschiedliche Leistungs­bereiche eine gemeinsame KI-Roadmap entwickeln

Die Aufgabe

Drei Berufswelten unter einem Dach, jede mit eigenen Maßstäben. Eine Liste für alle hätte keine von ihnen getroffen.

Kunde
Regionalverband einer Branche
Branche
Wohnungs- und Immobilien­wirtschaft
Dauer
rund drei Monate
Für unterschiedliche Leistungsbereiche eine gemeinsame KI-Roadmap entwickeln
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Leistungs­bereiche mit gegensätzlichen Maßstäben — Wirtschafts­prüfung, Steuer­beratung und Interessenvertretung — in einer gemeinsamen Rangfolge zusammengeführt

2

Schulungs­ebenen: Anwender lernen die Anwendung, das Management lernt die Bewertung

2

Bewertungs­achsen für jeden Anwendungs­fall: operativer Mehrwert und strategische Relevanz

Kurz zum Kunden

Regionalverband der Wohnungs­wirtschaft, zentrale Anlaufstelle für seine Mitglieds­unternehmen in zwei Bundesländern. Er ist damit mehr als eine Interessenvertretung: Der Verband prüft die Jahresabschlüsse seiner Mitglieder, berät sie steuerlich und vertritt sie politisch — drei Leistungs­bereiche unter einem Dach, mit sehr unterschiedlichen Anforderungen an Sorgfalt, Nachvoll­ziehbarkeit und Tempo. Wer hier eine Technologie einführt, führt sie in drei verschiedene Berufswelten gleichzeitig ein.

Unsere Lösung

Wer in drei Berufswelten gleichzeitig anfängt, braucht keine gemeinsame Liste, sondern einen gemeinsamen Maßstab.

Die Aufgabe

Der Anstoß kommt von einem Fachtag des Verbands, auf dem ein Vortrag zu Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz für lebhaften Austausch sorgt. Danach ist klar: Das Thema muss strukturiert angegangen werden, und zwar in allen Leistungs­bereichen gleichzeitig. Genau das ist die Schwierigkeit. In der Wirtschafts­prüfung zählt Nachvoll­ziehbarkeit über alles — was ein Modell erzeugt, muss geprüft werden können. In der Steuer­beratung geht es um Sachverhalte, Stellungnahmen und Haftung. In der politischen Interessenvertretung um Recherche, Einordnung regulatorischer Entwicklungen und Tempo. Ein Anwendungs­fall, der in einem dieser Bereiche überzeugt, ist in den anderen oft belanglos oder unzulässig. Die Aufgabe ist deshalb nicht, Ideen zu sammeln, sondern aus drei Perspektiven eine Rangfolge zu machen, die der Verband als Ganzes tragen kann — und die Mitarbeitenden gleichzeitig so weit zu bringen, dass sie mitreden können.

Unser Ansatz

Erst der Maßstab, dann die Liste. Anwendungs­fälle aus verschiedenen Fachbereichen lassen sich nicht vergleichen, solange jeder Bereich sein eigenes Gütekriterium mitbringt. Deshalb wurde vorab festgelegt, woran gemessen wird: operativer Mehrwert in der täglichen Arbeit und strategische Relevanz für den Verband und seine Mitglieder. Erst gegen diesen Maßstab lässt sich eine Prüfungsidee gegen eine Rechercheidee stellen, ohne dass die lautere Abteilung gewinnt.

Die Schulung kommt vor der Bewertung, nicht danach. Wer über KI-Vorhaben entscheiden soll, muss einschätzen können, was ein Modell kann und was es nicht kann. Sonst bewertet ein Gremium Versprechen. Deshalb lief die Anwender- und Management­schulung parallel zur Bewertungs­arbeit und war fachlich zugeschnitten — auf Prüfungs­prozesse, regulatorische Analyse und Verbandsarbeit, nicht auf allgemeine Technikkunde.

Nachvoll­ziehbarkeit ist in diesem Haus kein Wunsch, sondern Berufsrecht. Ein Verband, der Jahresabschlüsse prüft, kann kein Werkzeug einsetzen, dessen Ergebnis sich nicht begründen lässt. Das schließt eine ganze Klasse von Anwendungs­fällen von vornherein aus und macht andere erst interessant — solche, bei denen das Modell zuarbeitet und der Mensch entscheidet. Diese Grenze früh zu ziehen, spart die Enttäuschung, die entsteht, wenn ein begeistert aufgenommenes Vorhaben später am Berufsrecht scheitert.

Eine Rangfolge, keine Wunschliste. Am Ende steht nicht, was alles möglich wäre, sondern was zuerst gemacht wird und warum. Eine Roadmap ohne Begründung wird beim ersten Budgetgespräch umsortiert; eine mit Begründung überlebt es. Dass der Verband anschließend genau in dieser Reihenfolge weitergegangen ist — Regeln, dann Plattform, dann Anwendungs­fälle —, ist der beste Beleg dafür, dass die Rangfolge gestimmt hat.

Das Ergebnis

Ein bewerteter Vorrat an Anwendungs­fällen und eine Belegschaft, die ihn beurteilen kann.

Im Ganztagsworkshop sind die Einsatz­möglichkeiten je Leistungs­bereich systematisch erfasst, eingeordnet und danach bewertet worden, ob sie operativen Mehrwert für die tägliche Arbeit oder strategische Relevanz für den Verband und seine Mitglieder haben — beides zusammen ergibt die Rangfolge. Daraus ist eine Roadmap entstanden, die künftige Vorhaben beschreibt und ihre Reihenfolge begründet. Parallel läuft eine zweistufige Schulung: eine Anwender­schulung, die von den technologischen Grundbegriffen über typische Anwendungs­architekturen bis zu wirksamen Formulierungs­techniken führt, und ein Management­teil, der die Bewertung von Vorhaben in den Mittelpunkt stellt.

Der Zuschnitt ist ausdrücklich fachlich: Werkzeuge im Prüfungs­prozess, die Analyse regulatorischer Entwicklungen, die Unterstützung der Verbandsarbeit — nicht allgemeine Technikkunde. Am Ende steht eine gemeinsame Wissensbasis, auf der die nächsten Entscheidungen getroffen werden können, und zwar vom Verband selbst.

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