Fachabteilungen zum eigenen Entwickeln befähigen
Die Aufgabe
Die Automatisierungspotenziale liegen bei den Fachexperten in den Geschäftsbereichen. Die IT kann sie nicht alle heben.
Bausteine von der strategischen Ausrichtung über beide Governance-Ebenen bis zur laufenden Begleitung der Entwickelnden
Stufen in der Systemlandschaft — Entwicklung, Test und Betrieb, automatisch bedient
Kurz zum Kunden
International tätige Gesellschaft für Wirtschaftsprüfung und Beratung, in Deutschland mit Standorten im gesamten Bundesgebiet und eingebunden in ein weltweites Netzwerk. Die Geschäftsfelder reichen von der Prüfung und prüfungsnahen Dienstleistungen über Steuerberatung und Rechtsberatung bis zu Advisory Services.
Unsere Lösung
Befähigung ohne Governance erzeugt Schatten-IT. Governance ohne Befähigung erzeugt nichts.
Die Aufgabe
Das Fach- und Prozesswissen des Hauses liegt bei Spezialisten in den Geschäftsbereichen, und dort liegen auch die Automatisierungspotenziale. Die IT kann sie nicht alle heben. Also sollen die Fachexperten selbst entwickeln dürfen, mit Werkzeugen, die wenig oder keinen Programmcode verlangen. Der Haken ist der Beruf: In einer Prüfungsgesellschaft darf nicht jeder alles entwickeln und in Betrieb nehmen. Gesucht ist der Rahmen, der beides zugleich möglich macht — Befähigung in der Breite und Regelkonformität.
Unser Ansatz
Die Regeln kommen aus dem Berufsstand, nicht aus der IT. Bevor wir über Werkzeuge gesprochen haben, haben wir die regulatorischen Grundlagen zusammengetragen: die bestehenden Bestimmungen des Hauses und die Anforderungen der einschlägigen Berufsgruppen. Erst daraus wurden die Regeln und Leitlinien für die entwickelnden Fachexperten abgeleitet. In einem Beruf mit Berufsaufsicht ist das die richtige Reihenfolge — umgekehrt entsteht ein Regelwerk, das der erste Prüfungsfall aushebelt.
Governance zweimal: organisatorisch und technisch. Regeln, die nur auf Papier stehen, werden umgangen. Deshalb erzwingt die Systemumgebung dieselben Anforderungen, die das Regelwerk formuliert — über Rollen und Rechte, über getrennte Umgebungen und über Freigabeschritte in der Bereitstellungsstrecke. Die dreistufige Landschaft aus Entwicklung, Test und Betrieb war dabei nicht dazu da, den Fachexperten Arbeit zu machen, sondern ihnen abzunehmen: Was sie mit Werkzeugen ohne Programmcode entwickeln, wird automatisch in die richtige Stufe ausgerollt, mit den Prüfschritten davor, ohne dass sie die Umgebung verstehen müssen. An dieser Stelle entscheidet sich, ob Befähigung in einem regulierten Beruf überhaupt möglich ist.
Ein Kompetenzzentrum, das weiterarbeitet, wenn das Projekt vorbei ist. Wir haben den Prozess des Zentrums definiert und dokumentiert, das Startpaket des Herstellers gegen die Anforderungen des Hauses geprüft und dort erweitert, wo es nicht passte, und einen Werkzeugkasten mit bewährten Vorgehensweisen für die ersten Anwendungsfälle angelegt. Das ist der Unterschied zwischen einer Schulung und einer Struktur: Die Schulung endet, das Zentrum bleibt der Ort, an dem die nächste Fachabteilung anfängt.
Lernen an echten Fällen, nicht an Übungen. Im zweiten Schritt wurden erste Anwendungsfälle gemeinsam mit den Fachanwendern umgesetzt. Das hatte zwei Zwecke: Die Beteiligten lernen im Tun, und die Konzepte aus dem ersten Schritt werden dabei überprüft. Was sich an einem echten Fall nicht bewährt, wird korrigiert, bevor es Vorschrift für alle wird.
Das Ergebnis
Ein Konzept in fünf Bausteinen und die Umsetzung als Machbarkeitsnachweis in der Cloud-Umgebung des Hauses.
Technisch entstanden sind: eine dreistufige Systemlandschaft für Entwicklung, Test und Betrieb; eine Bereitstellungsstrecke, die eine mit Werkzeugen ohne Programmcode gebaute Anwendung automatisch in die richtige Stufe ausrollt, ohne dass der Fachanwender die Umgebung kennen muss; ein Rollen- und Rechtemodell entlang der berufsrechtlichen Vorgaben; ein geprüftes und erweitertes Startpaket des Plattformherstellers, dessen Prüf- und Freigabeschritte an die Anforderungen des Hauses angepasst worden sind; ein Vorlagen- und Bausteinkatalog für wiederkehrende Anwendungsfälle.
Organisatorisch: Rollen, Regelwerk und Leitlinien für die entwickelnden Fachexperten, ein dokumentierter Prozess für das Kompetenzzentrum sowie Schulung und laufende Begleitung im Zweiwochentakt. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist beidseitig unterzeichnet worden.
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