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Strategion GmbH

Eine Umgebung für KI-gestütztes Entwickeln absichern

Die Aufgabe

Die eigene IT will mit KI-Werkzeugen programmieren, ein Entwurf liegt vor. Offen ist, was dabei mit dem Quellcode, den Freigaben und den Kosten geschieht.

Kunde
Immobilien­unternehmen
Branche
Wohnungs- und Immobilien­wirtschaft
Dauer
rund acht Wochen Bewertung, Umsetzung beauftragt
Eine Umgebung für KI-gestütztes Entwickeln absichern KI-generiert
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Stellen, an denen der Entwurf der eigenen IT geschärft wurde: Modellzugang, Abschottung, Freigabe, Verwaltungs­schicht

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Übernahmen ohne menschliche Freigabe: das KI-Review bereitet vor, entschieden wird von einem Menschen

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Fragen bewusst offen benannt: wer den Server verwaltet und welcher Code überhaupt dorthin darf

Kurz zum Kunden

Immobilien- und Beteiligungs­unternehmen mit eigenem Bestand, seit gut drei Jahrzehnten im Großraum einer westdeutschen Großstadt tätig. Es entwickelt, entwickelt, verwaltet und vermittelt Büro-, Handels- und Wohnimmobilien und betreibt ganze Wohnquartiere. Rund hundert Mitarbeitende, eine kleine eigene IT, die von einem externen Partner unterstützt wird, und seit kurzem eine eigene KI-Plattform, auf der das Haus Erfahrung mit dem Betrieb solcher Systeme sammelt.

Unsere Lösung

Der Entwurf kam aus dem Haus und war richtig. Die Aufgabe war nicht, einen besseren danebenzulegen, sondern die Stellen zu benennen, an denen er nicht weit genug ging.

Die Aufgabe

Die eigene IT will mit KI-Werkzeugen programmieren und hat dafür bereits einen Entwurf gezeichnet. Entwicklungs­umgebung auf dem Arbeits­platzrechner, ein Server außerhalb des Firmennetzes, darauf je Projekt eine abgeschottete Umgebung, in der ein KI-Werkzeug am Code arbeitet. Der Entwurf ist gut, und genau deshalb ist die Frage nicht, ob man ihn umsetzt, sondern was an ihm noch fehlt. Bei KI-gestützter Entwicklung verschieben sich nämlich drei Dinge auf einmal: Der Quellcode verlässt möglicherweise das Haus, weil das Modell ihn zu sehen bekommt. Die Menge an erzeugtem Code steigt schneller, als jemand ihn liest. Und die Kosten entstehen pro Anfrage und nicht pro Lizenz, sind also erst hinterher sichtbar. Der Auftrag ist deshalb, den Entwurf zu prüfen und dort zu schärfen, wo diese drei Verschiebungen unbeantwortet bleiben.

Unser Ansatz

Geschärft, nicht ersetzt. Der Entwurf kam aus der eigenen IT, und er war durchdacht: Projekt­umgebungen, ein Server außerhalb des Firmennetzes, ein Agent, der Änderungs­anträge prüft. Ein Beratungshaus kann an dieser Stelle zwei Dinge tun. Es kann einen eigenen Entwurf danebenlegen und damit das Wissen entwerten, das im Haus schon steckt. Oder es kann den vorhandenen Entwurf ernst nehmen und genau die Stellen benennen, an denen er nicht weit genug geht. Das zweite dauert länger in der Vorbereitung und ist in der Umsetzung schneller, weil niemand etwas verteidigen muss.

Eine Entscheidung, die schon getroffen war, gilt auch hier. Für die Unternehmens­plattform war entschieden worden, die Sprachmodelle über einen Anbieter mit garantiertem Betriebsort in Europa zu beziehen. Der Entwurf für die Entwicklung sah dagegen den direkten Weg zum Modell­hersteller vor. Solche Abweichungen entstehen nie aus Absicht, sondern weil zwei Vorhaben parallel laufen. Sie sind trotzdem teuer: Am Ende hat ein Haus zwei Daten­schutz­lagen, zwei Verträge und zwei Antworten auf dieselbe Prüferfrage. Deshalb läuft der Modellzugang der Entwicklung jetzt über denselben Weg wie alles andere.

Die Maschine bereitet vor, der Mensch entscheidet. Das KI-Review läuft in einer eigenen Umgebung, die nur lesen darf, und es läuft bei jedem Änderungs­antrag automatisch. Übernommen wird trotzdem nichts ohne menschliche Freigabe. Das ist die Stelle, an der sich KI-gestützte Entwicklung entscheidet: Wenn die Menge an erzeugtem Code schneller wächst als die Zeit, ihn zu lesen, ist die Versuchung groß, die Freigabe zur Formsache zu machen. Deshalb steht sie als eigene Entscheidung in der Architektur und nicht als Gewohnheit im Ablauf.

Kostengrenzen gehören in die Architektur, nicht in die Nachbetrachtung. Bei Werkzeugen, die pro Anfrage abrechnen, entsteht der Aufwand während der Arbeit und wird erst danach sichtbar. Ein Entwickler, der ein Werkzeug einen Nachmittag lang auf ein großes Vorhaben ansetzt, kann mehr verbrauchen als ein Team in einem Monat, ohne dass irgendwo eine Warnung erscheint. Deshalb sind Kostengrenzen, ein begrenzter Nutzerkreis und ein Prüfprotokoll Teil der Verwaltungs­schicht. Sie sind kein Misstrauen gegenüber den Entwicklern, sondern das, was eine solche Umgebung überhaupt betreibbar macht.

Zwei Fragen bleiben offen, und sie stehen so im Papier. Wer verwaltet den Server, der außerhalb des Firmennetzes steht? Und welcher Code darf überhaupt dorthin? Beides sind Governance-Fragen und keine technischen, und beide lassen sich nicht von außen entscheiden. Sie ungelöst zu benennen ist ehrlicher, als sie in einer Architektur verschwinden zu lassen, in der sie später als stille Annahme wirken.

Das Ergebnis

Der Entwurf ist in seiner Struktur erhalten geblieben und an vier Stellen geändert worden.

Erstens läuft der Zugang zu den Modellen nicht mehr über die Direkt­schnittstelle des Herstellers, sondern über dieselbe Plattform, die das Haus für seine KI-Anwendungen ohnehin nutzt, mit garantiertem Betriebsort in Europa. Das ist keine technische Kleinigkeit: Es macht die Entscheidung über die Datenresidenz, die für die Unternehmens­plattform getroffen worden ist, auch für die Entwicklung gültig, statt daneben eine zweite Regelung entstehen zu lassen.

Zweitens bekommt jede Projekt­umgebung eine eigene Arbeitskopie des Codes, sodass die Abschottung zwischen den Projekten vollständig bleibt. Drittens durchläuft jeder Änderungs­antrag ein KI-Review in einer eigenen, ausschließlich lesenden Umgebung, angestoßen von einem Pipeline-Agenten, und übernommen wird erst nach der Freigabe durch einen Menschen. Viertens kommt eine Verwaltungs­schicht dazu, die es im Entwurf nicht gibt: ein begrenzter Nutzerkreis über die Anmeldung des Hauses, ein Prüfprotokoll über alles, was geschieht, und Kostengrenzen. Dazu benannt und offen gehalten sind die beiden Fragen, die vor dem Start beantwortet sein müssen: Wer verwaltet den Server, und welcher Code darf überhaupt dorthin.

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