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Strategion GmbH

Eine Kooperations­plattform für den Mittelstand einrichten

Die Aufgabe

Software, Anforderungen und Empfehlungs­modell kommen von anderen. Es fehlt jemand, der daraus eine benutzbare, betriebene Plattform macht.

Kunde
Forschungs­institut
Branche
Software und Informations­dienste
Dauer
sieben Monate
Eine Kooperationsplattform für den Mittelstand einrichten
10

Arten von Einträgen im Marktplatz, von Fachwissen und Maschinenpark bis zu Projekt­partnerschaft und Investitions­angebot

6

Rollen im Rechtemodell, von der Öffentlichkeit über Mitglieder und Marktakteure bis zu Moderation und Verwaltung

6

Kennzahlen in der Auswertungs­anwendung, damit nach der Förderung jemand beurteilen kann, ob die Nutzung den Weiterbetrieb rechtfertigt

Kurz zum Kunden

Außeruniversitäres Forschungs­institut mit anwendungs­naher Ausrichtung. In diesem Vorhaben tritt es als Auftraggeber und Konsortialführer auf: Gemeinsam mit einem Plattform­anbieter entwickelt es eine regionale Kooperations­plattform, über die kleine und mittlere Unternehmen eines Bundeslandes Angebote, Gesuche und Kompetenzen sichtbar machen und zueinander finden sollen. Finanziert aus öffentlichen Mitteln, mit einem festen Budget und sieben Monaten Zeit.

Unsere Lösung

Die meisten Vorhaben scheitern nicht am fehlenden Baustein, sondern daran, dass niemand die vorhandenen zusammenbringt und verantwortet.

Die Aufgabe

Für ein Vorhaben mit öffentlicher Förderung soll eine Kooperations­plattform für den Mittelstand einer Region entstehen. Die Ausgangslage ist ungewöhnlich, weil fast alles schon vorhanden ist: Die Plattform­software kommt von einem Projekt­partner, die Vorstudie mit den Anforderungen und das Empfehlungs­modell vom Auftraggeber selbst. Gesucht ist jemand, der daraus eine laufende Plattform macht — sie konfiguriert, um die fehlenden Funktionen erweitert, die Bausteine der anderen integriert und den Betrieb übernimmt. Der Auftrag kommt über ein Vergabe­verfahren; wir sind darin Unterauftragnehmer. Das ist eine Rolle, in der man nichts erfindet und trotzdem darüber entscheidet, ob am Ende etwas benutzbar ist.

Unser Ansatz

Die Rolle war die des Integrators, und das steht so im Text. Die Plattform­software kam vom Partner, die Anforderungs­erhebung und das Empfehlungs­modell vom Auftraggeber. Unsere Aufgabe war, daraus etwas zu machen, das läuft. In einer Referenz ist das die unbequemere Geschichte, weil man nichts erfunden hat. Sie ist trotzdem die häufigere und die schwierigere: Die meisten Vorhaben scheitern nicht am fehlenden Baustein, sondern daran, dass niemand die vorhandenen zusammenbringt und verantwortet.

Konfigurieren ist eine Entwurfs­aufgabe. Eine Plattform, die ohne Programmierung eingerichtet wird, verführt dazu, das Einrichten für eine Formalie zu halten. Tatsächlich entscheidet sich hier alles: welche Rollen es gibt und was sie sehen dürfen, in welchen Arten von Einträgen ein Unternehmen sich beschreiben kann, wie die Startseite jemanden überzeugt, der die Plattform nicht kennt. Zehn Arten von Einträgen sind eine Entscheidung darüber, was auf dieser Plattform überhaupt verhandelt werden kann.

Sechs Kennzahlen, damit hinterher jemand etwas weiß. Zur Auslieferung gehört eine Auswertungs­anwendung mit Zahlen über registrierte und aktive Mitglieder, aktive Gespräche, begonnene Gespräche und gesendete Nachrichten. Bei einer öffentlich geförderten Plattform ist das keine Spielerei: Ohne diese Zahlen lässt sich nach der Förderung nicht beurteilen, ob die Plattform genug genutzt wird, um ihren Betrieb zu rechtfertigen, und die Entscheidung über den Weiterbetrieb fällt nach Gefühl.

Das fremde Modell bekommt einen Platz, keine Kopie. Das Empfehlungs­modell stammt vom Auftraggeber. Es wurde eingebettet und im Erscheinungs­bild der Plattform gestaltet, sodass es für den Nutzer Teil der Anwendung ist, technisch aber getrennt bleibt und von seinen Entwicklern weitergepflegt werden kann. Diese Trennung sauber zu ziehen ist der Unterschied zwischen einer Integration und einer Abhängigkeit.

Das Ergebnis

Eine konfigurierte, erweiterte und betriebene Plattform.

Konfiguriert heißt hier mehr, als das Wort vermuten lässt: eine Startseite, die Idee und Nutzen zeigt und zur Anmeldung führt, ein Rollen- und Rechtemodell über sechs Rollen von der Öffentlichkeit über wartende Anmeldungen und normale Mitglieder bis zu Marktakteuren, Moderation und Verwaltung, jeweils mit eigenen Lese- und Schreibrechten je Bereich, und ein Marktplatz mit zehn Arten von Einträgen, mit denen ein Unternehmen sein Angebot oder sein Gesuch beschreiben kann: von Fachwissen, Software und Dienst­leistungen über Maschinenpark und Forschungs­ergebnisse bis zu Projekt­partnerschaften und Investitions­angeboten.

Dazu eine eigene Auswertungs­anwendung, die sechs Kennzahlen über die Nutzung sichtbar macht, von registrierten und aktiven Mitgliedern bis zu begonnenen Gesprächen und gesendeten Nachrichten. Und die Einbindung des Empfehlungs­modells, das der Auftraggeber entwickelt hat, in die Oberfläche der Plattform, gestaltet in deren Erscheinungs­bild. Für die vier höchstpriorisierten Anforderungen aus der Erhebung sind Umsetzungen zum Erproben entstanden.

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