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Strategion GmbH

Eine KI-Strategie bis zur Beschaffungs­entscheidung führen

Die Aufgabe

Ein Assistenz­werkzeug ist freigegeben, darf aber keine Geschäfts­vorgänge sehen. Damit ist KI im Haus präsent und in den Kernprozessen unbrauchbar.

Kunde
Städtische Entwicklungs­gesellschaft
Branche
Öffentliche Verwaltung
Dauer
Strategie- und Konzeptions­phase, Umsetzung ausdrücklich nicht Gegenstand
Eine KI-Strategie bis zur Beschaffungsentscheidung führen
2

Anwendungs­fälle bis zur Entscheidungs­vorlage geführt — eine interne Wissens­daten­bank und ein Assistent für das öffentliche Vergabe­verfahren

5

Fachbereiche in Interviews, aus deren Kerngeschäfts­prozessen die Anwendungs­bereiche gewonnen wurden

4

Leistungs­positionen: Potenzial­analyse, Konzeption der Anwendungs­fälle, Ergebnis­dokumentation und optionale Fortschreibung

Kurz zum Kunden

Stadt­entwicklungs­gesellschaft im Alleinbesitz einer Großstadt. Sie führt mehrere große Entwicklungs­gebiete, erbringt Beratungs-, Planungs- und Steuerungs­leistungen für Stadt­entwicklungs­aufgaben und ist in den letzten Jahren auf rund einhundertfünfzig Beschäftigte gewachsen. Als städtisches Unternehmen ist sie an Vergaberecht und öffentliche Sorgfalt gebunden — der Umgang mit Geschäfts- und personenbezogenen Daten ist keine Abwägung, sondern Vorgabe.

Unsere Lösung

Eine Strategie, die nicht bis zur Beschaffungs­entscheidung führt, endet dort, wo die Arbeit anfängt.

Die Aufgabe

Das Unternehmen hat einen ersten Schritt getan. Ein allgemeines Assistenz­werkzeug ist in einer abgesicherten Umgebung freigegeben, aber ausdrücklich reguliert — personenbezogene Daten und konkrete Geschäfts­vorgänge dürfen nicht eingegeben werden, weil die Erfahrung im Umgang mit KI-Modellen fehlt. Genutzt wird es damit für allgemeine Recherche und öffentlich verfügbare Daten. In den Kernprozessen, wo der Nutzen läge, ist es unbrauchbar. Gesucht ist deshalb eine Strategie, die den Weg vom geduldeten Werkzeug zur belastbaren Nutzung beschreibt: eine Potenzial­analyse entlang der Kerngeschäfts­prozesse, die Konzeption der Anwendungs­fälle bis zur technischen Architektur, und eine Antwort auf die Frage, ob am Markt gekauft oder selbst entwickelt wird. Die Umsetzung ist ausdrücklich nicht Gegenstand. Beauftragt ist die Leistung im öffentlichen Vergabe­verfahren.

Unser Ansatz

Der Weg endet nicht bei der Priorisierung, sondern bei make or buy. Viele Strategiearbeiten liefern eine Rangliste von Anwendungs­fällen. Diese hier musste weiter: je Fall eine technische Konzeption über Grundsätze, Software, Hardware, Betrieb und Modell, dann eine Markt­erkundung, dann eine Entscheidungs­vorlage zur Frage Kauf oder Eigen­entwicklung. Für einen öffentlichen Auftraggeber ist das der einzige verwertbare Endpunkt — was danach kommt, ist ein Vergabe­verfahren, und dieses braucht eine begründete Entscheidung und keine Empfehlungs­liste.

Die Architektur musste modular sein, und der Grund ist nicht technisch. Vorgegeben war eine Flexibilität, die dem Tempo des Feldes Rechnung trägt: einzelne Komponenten sollen austauschbar und aktualisierbar bleiben. Das ist bei einem öffentlichen Auftraggeber eine Beschaffungs­entscheidung, nicht eine Entwurfsvorliebe — wer sich auf einen Anbieter festlegt, kann bei der nächsten Modell­generation nicht nachziehen, ohne neu zu vergeben.

Ein Vergabe­assistent ist der ehrlichste Anwendungs­fall, den ein öffentliches Haus wählen kann. Er greift genau dort an, wo die Arbeit wiederkehrend, regelgebunden und dokumenten­lastig ist: die Wahl des Verfahrens, der Vergabevermerk, die Leistungs­beschreibung, der Vertrag — auf Grundlage der eigenen Richtlinien, Verfahrensanweisungen, Vertrags­muster und bereits durchgeführten Vergaben. Die Informationen entstehen im Frage-und-Antwort-Wechsel mit dem Nutzenden. Wer diesen Fall wählt, sucht nicht ein Vorzeige­projekt, sondern Entlastung an der Stelle, an der sie messbar ist.

Daten­management heißt hier eine Stelle, nicht ein Werkzeug. Zur Konzeption gehörte nicht nur ein Prozess für die Sicherung und Prüfung der Datenqualität, sondern der Entwurf einer verantwortlichen Instanz im Haus. Der Grund ist nüchtern: Ein Sprachmodell auf internen Dokumenten ist nur so gut wie der Bestand, auf dem es arbeitet, und ein Bestand pflegt sich nicht selbst. Ohne benannte Verantwortung verfällt die Datenbasis, und mit ihr die Antwort­qualität — langsam genug, dass niemand den Zeitpunkt benennen kann.

Die interne Kommunikation war beauftragte Leistung, nicht Nebenwirkung. In der Leistungs­beschreibung stand ausdrücklich, dass der Umgang mit KI-Modellen im Haus nicht geübt ist und dass sich aufbauende Abwehrhaltungen moderiert und abgebaut werden sollen. Das gehört zu den Sätzen, die man in Ausschreibungen selten liest und die den Unterschied machen: Ein Auftraggeber, der die Akzeptanz von Anfang an als Arbeitspaket bezahlt, hat verstanden, woran solche Vorhaben scheitern.

Das Ergebnis

Vier Leistungs­positionen.

Die Potenzial­analyse entlang der beigestellten Kerngeschäfts­prozesse, erhoben in Interviews mit fünf Fachbereichen und ihren Prozess­verantwortlichen, mit dem Schwerpunkt auf administrativen und wiederkehrenden Tätigkeiten. Dann die Konzeption der beiden vom Kunden benannten Anwendungs­fälle — einer internen Wissens­daten­bank, die auch Geschäfts­geheimnisse verarbeiten darf, und eines Assistenten für das öffentliche Vergabe­verfahren, der von der Wahl des Verfahrens bis zu Entwürfen für Vergabevermerk, Leistungs­beschreibung und Vertrag führt.

Je Fall die Beschreibung nach Prozess, Daten­grundlage und Ergebnis, darauf eine technische Konzeption der KI-System­architektur über Grundsätze, Software, Hardware, Betrieb und Sprachmodell, dazu ein Prozess zur Sicherung und Prüfung der Datenqualität und der Entwurf einer verantwortlichen Stelle für das KI-Daten­management im Haus. Anschließend eine Markt­erkundung zu passenden Lösungen und die Zusammen­führung aller Ergebnisse in einer Entscheidungs­vorlage make or buy.

Dazu die Ergebnis­dokumentation und, als Option, die Konzeption weiterer Anwendungs­fälle, die Fortschreibung der Strategie und die Qualitäts­sicherung bei technischen Umsetzungen. Projekt­begleitend, und ausdrücklich Teil des Auftrags, die interne Kommunikation über das Vorhaben.

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