Eine KI-Masterclass für die Branche aufbauen
Die Aufgabe
Zwischen der Erkenntnis, dass KI wichtig ist, und der Fähigkeit, im eigenen Haus damit anzufangen, liegt eine Lücke. Kein Vortrag schließt sie.
weitere Jahrgänge nach dem ersten Durchlauf beauftragt — das Format wurde wiederholt, nicht ersetzt
Wohnungsunternehmen haben die Reihe durchlaufen
aufeinander aufbauende Workshops: Verstehen, Erheben, Anwenden — vom dreistündigen Onlineeinstieg über zwei Präsenztage bis zur Coding-Session
Kurz zum Kunden
Branchenweites Kompetenzzentrum für die Digitalisierung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, getragen von einem eingetragenen Verein, dessen Mitglieder der Bundesverband, seine Regionalverbände und Wohnungsunternehmen sind. Ein Verband kann seinen Mitgliedern Wissen anbieten, aber keine Fähigkeit verordnen — Qualifizierung ist hier deshalb kein Nebenprodukt, sondern die Kernleistung gegenüber den Mitgliedern.
Unsere Lösung
Eine Schulung, an deren Ende niemand selbst etwas entwickelt hat, macht die Teilnehmenden besser informiert. Handlungsfähig macht sie erst der dritte Schritt.
Die Aufgabe
Ein branchenweites Kompetenzzentrum für die Digitalisierung hat Künstliche Intelligenz als entscheidenden Treiber für die kommenden Geschäftsmodelle und Prozesse seiner Branche benannt. Nur: Die Mitgliedsunternehmen sind Wohnungsunternehmen, keine Technologiehäuser. Zwischen der Erkenntnis, dass KI wichtig ist, und der Fähigkeit, im eigenen Haus damit etwas anzufangen, liegt eine Lücke, die kein Vortrag schließt. Gesucht ist deshalb kein Impulsreferat und keine Studie, sondern ein Format, das Menschen aus Wohnungsunternehmen vom Nullpunkt bis zu einem bewerteten, eigenen Anwendungsfall bringt — und das wiederholbar ist, weil jedes Jahr neue Unternehmen an diesem Nullpunkt stehen.
Unser Ansatz
Verstehen, Erheben, Anwenden — und der dritte Schritt ist der, den fast alle weglassen. Es gibt viele KI-Schulungen, die erklären, was ein Modell ist. Es gibt weniger, die mit den Teilnehmenden Anwendungsfälle bewerten. Und es gibt sehr wenige, an deren Ende die Teilnehmenden selbst Code geschrieben haben. Genau dieser dritte Schritt entscheidet aber, ob jemand nach der Veranstaltung handlungsfähig ist oder nur besser informiert. Wer einmal selbst gesehen hat, wie wenig und wie viel hinter einem Modell steckt, verhandelt anders mit einem Anbieter.
Die Einstiegshürde gehört an den Anfang gesenkt, nicht ans Ende. Der erste Workshop ist online und kurz, weil die Entscheidung zur Teilnahme dort fällt, wo sie am wenigsten kostet. Ein Wohnungsunternehmen schickt niemanden zwei Tage auf Reisen, um herauszufinden, ob ein Thema relevant ist. Es schickt jemanden für drei Stunden an den Bildschirm. Die beiden Präsenztage kommen danach — wenn die Relevanz schon feststeht und die Reise sich lohnt.
Ergebnisse so dokumentieren, dass Quereinstieg möglich ist. Die Unterlagen jedes Workshops sind so aufbereitet, dass jemand auch zum zweiten oder dritten dazustoßen kann. Das klingt nach Komfort und ist in Wahrheit eine Rechnung: In einer Reihe ohne Quereinstieg bestimmt die Anwesenheit beim ersten Termin die Teilnehmerzahl bei allen folgenden. Mit Quereinstieg wächst die Gruppe, statt zu schrumpfen.
Die Umgebung bleibt vierzehn Tage offen. Der Moment, in dem Gelerntes verloren geht, ist nicht der Workshop, sondern die Woche danach — zurück im Tagesgeschäft, ohne Zugang zu dem, womit man gerade gearbeitet hat. Deshalb laufen die vorbereiteten Test- und Entwicklungsumgebungen weiter. Es ist eine kleine Maßnahme mit einer unangenehmen Implikation: Sie gibt zu, dass ein einzelner Tag nicht reicht.
Als wiederholbares Format entwickelt, und genau das ist eingetreten. Schon das erste Angebot legte fest, dass die Reihe in Folgejahren wiederholt werden kann. Nach dem ersten Durchlauf wurden zwei weitere Jahrgänge beauftragt. Bei einem Weiterbildungsformat ist die Nachbestellung der belastbarste Beleg, den es gibt — Teilnehmerzahlen kann man füllen, ein zweites und drittes Mal bucht niemand aus Höflichkeit.
Das Format ändert sich mit der Technologie, und das gehört zum Format. Im ersten Jahrgang war der dritte Schritt eine Coding-Session mit Python. In den späteren Jahrgängen ist es KI-gestütztes Prototyping: Aus einer Idee wird in einer Sitzung eine bedienbare Anwendung, ohne eine Zeile Code. Wer Weiterbildung zu Künstlicher Intelligenz anbietet und sein Programm zwei Jahre unverändert lässt, unterrichtet Technikgeschichte. Die Dramaturgie bleibt, weil sie funktioniert. Das Werkzeug wechselt, weil es muss. Und weil die Teilnehmenden aus Wohnungsunternehmen kommen, wird jedes Werkzeug vor dem Einsatz auf seine Datenschutzlage geprüft, statt es nur vorzuführen.
Das Ergebnis
Eine dreiteilige Workshopreihe mit klarer Dramaturgie: Verstehen, Erheben, Anwenden.
Der erste Workshop läuft online und dauert rund drei Stunden — bewusst niedrigschwellig, damit niemand für den Einstieg reisen muss. Er entmystifiziert den Begriff, zeigt einfache Algorithmen und Praxisbeispiele aus verwandten Branchen. Der zweite ist ein Präsenztag: Einsatzszenarien entwickeln, bewerten und priorisieren, mit Priorisierungsmatrix, Use-Case-Canvas und Business-Model-Canvas, dazu eine Einführung in die Bewertung von Anwendungsfällen und in das Management von KI-Projekten.
Der dritte ist Handarbeit: Coding-Session mit Python und Jupyter, Gruppenarbeit am eigenen Fall, dazu ein Überblick über den Anbietermarkt der Branche. Zwischen den Workshops liegen definierte Übergangsphasen, in denen die Ergebnisse konsolidiert werden. Jeder Teilnehmende bekommt eine Dokumentation, und die vorbereiteten Test- und Entwicklungsumgebungen bleiben vierzehn Tage über den letzten Workshop hinaus offen. Die Dokumentation ist so angelegt, dass jemand auch zum zweiten oder dritten Workshop einsteigen kann, ohne die vorherigen besucht zu haben.
Achtzehn Wohnungsunternehmen haben die Reihe durchlaufen, und nach dem ersten Durchlauf sind zwei weitere Jahrgänge beauftragt worden. In den folgenden Jahrgängen hat sich der dritte Schritt mit der Technologie verändert: An die Stelle der Coding-Session trat gemeinsames KI-gestütztes Prototyping, in dem aus einem Anwendungsfall in einer Sitzung eine bedienbare Miniaturanwendung entsteht. Design Thinking gibt den Methodenrahmen, gearbeitet wird in sechs moderierten Teilgruppen, die eingesetzten Werkzeuge werden vorher nach Datenschutz bewertet, nach Verarbeitung ohne Modelltraining, Betrieb in Europa, Auftragsverarbeitung und Möglichkeit des Selbstbetriebs, und am Ende steht eine Umsetzungs-Challenge für die Zeit nach dem Workshop.
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