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Strategion GmbH

Ein KI-Recherche­system für Mandanten­informationen entwickeln und ausrollen

Die Aufgabe

Was über einen Mandanten öffentlich berichtet wird, lässt sich nur über mehrere Portale zusammensuchen — nicht nachvoll­ziehbar und nicht ablegbar.

Kunde
Prüfungs- und Beratungshaus
Branche
Finanz- und Prüfungs­wirtschaft
Dauer
rund ein Jahr bis zur Produkt­ivsetzung, danach Wartung und Ausbau in Anschlussaufträgen
Ein KI-Recherchesystem für Mandanteninformationen entwickeln und ausrollen
im Einsatz

entwickelt, produktiv gesetzt und im Rollout, mit Anschlussauftrag für Wartung und Ausbau

4

Geschäfts­bereiche in der Nutzerevaluation, von der Prüfung bis zur Transaktions­beratung

9

Leistungs­bausteine im Anschlussauftrag, priorisiert nach Betriebs­risiko und Nutzen

Kurz zum Kunden

International tätige Gesellschaft für Wirtschafts­prüfung und Beratung, in Deutschland mit Standorten im gesamten Bundesgebiet und eingebunden in ein weltweites Netzwerk. Die Geschäfts­felder reichen von der Prüfung und prüfungsnahen Dienst­leistungen über Steuer­beratung und Rechts­beratung bis zu Advisory Services.

Unsere Lösung

Wer Informationen aus öffentlichen Quellen in eine Prüfungsakte legt, muss sagen können, woher sie stammen.

Die Aufgabe

Bevor ein Prüfer, ein Transaktions­berater oder eine Compliance-Abteilung mit einem Unternehmen arbeitet, muss sie wissen, was über dieses Unternehmen öffentlich berichtet wird. Bisher heißt das: mehrere Suchmaschinen, mehrere Portale, ein Ergebnis, das niemand nachvoll­ziehen und niemand ablegen kann. Gesucht ist ein System, das öffentliche Quellen automatisch auswertet, das Ergebnis verdichtet und es so dokumentiert, dass es in eine Akte darf.

Unser Ansatz

Erst ein benutzbarer Stand, dann die Bewertung durch die Nutzer. Statt lange zu spezifizieren, haben wir eine erste arbeitsfähige Fassung entwickelt — Oberfläche, Daten­beschaffung, Vorverarbeitung, Analyse — und sie dann bewerten lassen. Testnutzer aus Prüfung, Mandanten­prüfung, Steuer- und Rechts­beratung sowie Advisory haben eigene Suchbegriffe eingereicht, aus denen wir ihre persönlichen Auswertungen erzeugt haben. Bewertet wurde anhand eines Fragebogens, der auf der Norm für Gebrauchstauglichkeit aufsetzt und um offene Fragen erweitert war.

Die Auswertung hat auch das Unangenehme festgehalten. Aus der Evaluation kamen nicht nur Wünsche, sondern Befunde: eine Ansicht, die außerhalb des vorgesehenen Weges sinnlose Ergebnisse liefert, eine falsch angezeigte Artikelanzahl, eine Einrichtung, die pro Testperson Stunden dauerte, eine Wortwolke, deren Aussage niemand verstand. Wir haben das vollständig in die Auswertung geschrieben, mit der jeweiligen Ursache. Eine Evaluation, aus der nur Lob berichtet wird, ist keine Evaluation.

Aus Rückmeldungen wurden Arbeitspakete mit Begründung. Die Weiter­entwicklung lief nicht nach Wunschliste, sondern nach den Hindernissen, die der Akzeptanz im Weg standen: unpräzise Sucheingaben, die zu keinem oder zu viel Ergebnis führen; Suchen, die nur am Tag ihrer Erstellung aktuell sind; Wartezeiten im Suchvorgang; zu wenig Verdichtung in der Ergebnisdarstellung. Jedes Arbeitspaket benennt zuerst das Problem der Nutzer und dann die Tätigkeit — nicht umgekehrt.

Betrieb heißt Abhängigkeiten kennen. Das System bezog seine Artikel zunächst aus einer einzigen Schnittstelle. Fällt dieser Anbieter aus, steht das System. Diesen Punkt haben wir als eigenen Baustein herausgehoben und zuerst gelöst, bevor die Nutzerzahl ausgeweitet wurde. Dazu gehören die laufende Wartung der Modelle, ihre Aktualisierung bei Änderungen im System, die Beobachtung der Laufzeit und die regelmäßige Prüfung, ob ein besseres Modell verfügbar ist. Das ist der unspektakuläre Teil, an dem Prototypen sonst sterben.

Generative Funktionen als Ergänzung, nicht als Ersatz. Frage und Antwort auf der extrahierten Datenbasis, Zusammenfassungen, inhaltliche Filterung — angeboten wurden sie erst, nachdem das System stabil lief und die Nutzer selbst nach mehr Verdichtung verlangt hatten. Die Reihenfolge ist Absicht: Erst die belegbare Datenbasis, dann die Sprachschicht darüber. Umgekehrt entsteht ein System, das flüssig antwortet und nichts beweisen kann.

Das Ergebnis

Ein von uns konzipiertes, entwickeltes und produktiv gesetztes System zur Informations­gewinnung aus öffentlichen Quellen, in erster Linie Nachrichtenartikeln.

Es beschafft automatisch über eine getaktete Verarbeitungs­strecke, bereitet in der Cloud auf und analysiert, verdichtet je Suchbegriff, wertet die Stimmung der Artikel im Zeitverlauf aus, erkennt Entitäten und legt Dossiers zum Ablegen in der Akte an. Mit Testnutzern aus vier Geschäfts­bereichen evaluiert, danach in Betrieb genommen und ausgerollt. Im Anschluss ein erteilter Auftrag über neun weitere Leistungs­bausteine — von der Unabhängigkeit gegenüber einzelnen Nachrichtenanbietern über Frage-Antwort- und Zusammenfassungs­funktionen auf generativer Basis bis zu einem Berechtigungs­modell, das mehrere Mandanten trennt. Wartung und Weiter­entwicklung der Modelle liegen weiter bei uns.

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