Die KI der eigenen Kameras ins Haus holen
Die Aufgabe
Auf den Kamerasystemen arbeitet zugekaufte Bilderkennung von Anbietern anderer Kontinente. Wer sie nicht besitzt, besitzt sein Produkt nur zur Hälfte.
KI-generiert die trainierten Modelle gehen schrittweise an das Unternehmen über, mit der Fähigkeit, sie selbst
Bausteine des Plattformkerns, von der Cloudinfrastruktur über die Anbindung der Kamerasysteme bis zur Oberfläche der Leitstelle
Hand: beurteilen, konzipieren, entwickeln, Modelle trainieren und übergeben liegen in einer Verantwortung
Kurz zum Kunden
Anbieter mobiler Videosicherheit mit eigener Leitstelle. Das Unternehmen entwickelt und produziert Kamerasysteme, stellt sie für Baustellen, Gelände und Veranstaltungen bereit und betreibt die Überwachung als Dienstleistung. Auf den Systemen arbeitet Bilderkennung, die entscheidet, ob ein Ereignis ein Alarm ist; was sie nicht abschließend klärt, prüfen Mitarbeitende der eigenen Leitstelle von Hand. Das Produkt des Hauses ist damit zur Hälfte Technik und zur Hälfte Urteil.
Unsere Lösung
Eine Abhängigkeit endet nicht, wenn man die Umsetzung wieder aus der Hand gibt. Dann tauscht man nur den Lieferanten.
Die Aufgabe
Aus einer KI-Strategie kommt der Befund, aus dem Befund eine Entscheidung der Geschäftsführung: Die Künstliche Intelligenz soll ins eigene Haus. Nicht als weiteres Beratungsprojekt, sondern vollständig, von der Beurteilung der heute zugekauften Erkennung über die Konzeption bis zur Implementierung und bis zur Übergabe trainierter Modelle an das Unternehmen. Damit ist der Auftrag anders geschnitten als üblich. Der übliche Weg wäre: Eine Beratung schreibt ein Konzept, ein Systemhaus entwickelt die Plattform, ein Anbieter liefert das Modell. Am Ende dieses Weges liegt das Entscheidende wieder bei Dritten, und das Problem, das gelöst werden soll, ist reproduziert, nur mit anderen Namen. Der Auftrag umfasst deshalb beides, Beratung und Umsetzung, mit einem ausdrücklichen Ziel: dass das Haus am Ende ohne uns weiterkommt.
Unser Ansatz
Der erste Auftrag, bei dem alles in einer Hand liegt. Beurteilen, empfehlen, konzipieren, entwickeln, Modelle trainieren, übergeben. Das ist für uns neu und es ist hier zwingend, denn die Aufgabe lautet nicht, ein System zu liefern, sondern eine Abhängigkeit zu beenden. Wer sie beenden will und dabei die Umsetzung wieder aus der Hand gibt, tauscht nur den Lieferanten. Deshalb reicht dieser Auftrag von der ersten Bewertung bis zu dem Punkt, an dem das Unternehmen die Modelle besitzt und selbst weitertrainieren kann.
Das zugekaufte System wurde zuerst verstanden, nicht ersetzt. Am Anfang stand die Analyse des vorhandenen Alarmfilters: Was erkennt er, wie gut, an welchen Stellen versagt er, und welche Entscheidungen fängt die Leitstelle heute auf? Ohne diese Grundlage entwickelt man ein Modell gegen ein Gefühl. Mit ihr steht fest, welche Erkennungsleistung der eigene Filter mindestens erreichen muss, um überhaupt eingesetzt werden zu dürfen.
Die Leitstelle wird zur Quelle der Trainingsdaten. Die Plattform ist so entwickelt, dass die tägliche Alarmprüfung strukturierte Etiketten hinterlässt, statt zu verpuffen. Mitarbeitende markieren Bildausschnitte im Arbeitsablauf, und diese Markierungen fließen als Trainingsdaten zurück. Damit dreht sich die um: Aus dem Kostenblock der manuellen Prüfung wird die Quelle des Modells, das sie Schritt für Schritt überflüssig macht.
Ein Annotationsformat ist eine Architekturentscheidung. Festgelegt ist: Sätze aus drei Bildern, ein Zielbild und zwei Referenzbilder, annotiert wird nur das Zielbild, Koordinaten als Eckpunkte statt als Mittelpunkt, zwei Klassen für bewegtes und stehendes Fahrzeug. Das klingt nach Kleinarbeit und ist die Grundlage von allem, was danach kommt. Wer das Format erst festlegt, wenn schon gelabelt wird, wirft die erste Charge weg, und die erste Charge ist die, die aus dem laufenden Betrieb am schwersten zu bekommen war.
Bewegung braucht zwei Zeitpunkte, und das ist keine Verhandlungssache. Im Projekt stand die Frage, ob dem Filter zur Laufzeit ein einzelnes Bild genügt, um Übertragungsbandbreite zu sparen. Die Antwort ist nein: Bewegung ist eine Veränderung über die Zeit, ein einzelnes Bild ist ein Zeitpunkt, und ein Modell muss zur Laufzeit dieselbe Eingabeform bekommen wie beim Training. Statt die Anforderung aufzugeben, wurde der Sparwunsch anders bedient: der Weg über zwei statt drei Bilder als zu prüfende Option und regelbasiert zugeschnittene Bildausschnitte. Solche Fragen entscheiden über den Erfolg eines KI-Vorhabens, und sie müssen gestellt werden, bevor entwickelt wird.
Spezifikationsgetrieben entwickelt, weil erzeugter Code schneller wächst als die Zeit, ihn zu prüfen. Wer einem Modell nur beschreibt, was er ungefähr will, bekommt schnell Code und selten den richtigen, und bei jedem Durchlauf einen anderen. Deshalb steht am Anfang jeder Umsetzung eine Spezifikation: ein versioniertes Dokument, das wie Code geprüft wird, für Technik und Fachbereich gleichermaßen lesbar, in dem Entscheidungen, Sonderfälle und Abwägungen geklärt sind, bevor eine Zeile entsteht. Sie ist zugleich die Dokumentation, die sonst am Ende fehlt. Für Erkundung und Fehlersuche bleibt der schnelle Weg erlaubt, für alles, was in Betrieb geht, nicht.
Am Ende steht ein Rollenwechsel, nicht ein Filter. Die trainierten Modelle gehen Stück für Stück an das Unternehmen über, und mit ihnen die Fähigkeit, sie selbst . Ein Haus, das eigene Modelle hält und eigene Daten besitzt, kann Erkennungsleistung anbieten, statt sie einzukaufen. Damit ist der Weg von der dritten zur vierten Stufe der Strategie offen: vom Anbieter von Sicherheitstechnik zum Anbieter von Datenplattform und Intelligenz. Dass dieser Schritt aus einem Projekt heraus möglich wird, das mit einer Abhängigkeitsanalyse begann, ist der eigentliche Ertrag.
Das Ergebnis
Eine Plattform, ein eigenes Modell und ein Betrieb, der beides speist.
Am Anfang die Beurteilung des vorhandenen, zugekauften Alarmfilters, der Alarmdaten und der Leitstellenprozesse, daraus ein technisches Zielkonzept für einen eigenen Filter, dazu die Konzeption der Cloud-, Daten- und Trainingsdateninfrastruktur, einer Labeling-Plattform mit Prozess und Datenstrecke, die Prüfung weiterer Anwendungsfelder auf ihre Marktfähigkeit und die Verankerung einer KI-Governance. Darauf die Umsetzung: der Plattformkern aus Cloudinfrastruktur, Datenraum, Anbindung der Kamerasysteme, Rollen und Überwachung, Filterschnittstelle, Alarmanwendung und Dashboard für die Leitstelle sowie Bereitstellung und Test.
Dazu der Filter selbst, vom Aufbau des Datensatzes über das Modelltraining bis zur Erkennung von Personen und Fahrzeugen im laufenden Bildstrom. Die Trainingsdaten stammen aus dem eigenen Betrieb, mit einem festgelegten Annotationsformat: Sätze aus drei Bildern, ein Zielbild und zwei Referenzbilder, annotiert wird nur das Zielbild, in , mit der Unterscheidung zwischen bewegtem und stehendem Fahrzeug.
Dazu die Oberfläche, in der Mitarbeitende der Leitstelle Bildausschnitte markieren und mit Etiketten versehen, sodass Betriebsdaten fortlaufend als strukturierte Trainingsdaten zurückfließen, und die regelmäßige Modellverbesserung mit Training, Bereitstellung und Test, die dafür sorgt, dass die Erkennung mit dem Stand der Technik mitgeht. Entwickelt wird spezifikationsgetrieben, mit einer Architekturdokumentation nach einem etablierten Rahmenwerk. Die trainierten Modelle gehen schrittweise an das Unternehmen über.
Diese Leistungen steckten im Projekt
Weitere Projekte
Alle Referenzen ansehen


Kontakt
Sprechen Sie uns an
Schreiben Sie uns eine Zeile. Wir ordnen Ihre Frage ein und melden uns.
