Die IT zur eigenen KI-Entwicklung befähigen
Die Aufgabe
Jedes KI-Vorhaben baute seine eigene Grundlage. Ohne gemeinsames Rückgrat wird der zehnte Anwendungsfall nicht billiger, sondern teurer.
Bausteine der befähigten Organisation — Rückgrat, Agentenstandard, Zielarchitektur, Betriebsmodell, Entwicklungsprozess, IT-Organisation und ein erster produktiver Anwendungsfall
Arbeitspakete: Analyse und Zielbild, Konzeption und Aufbau, Umsetzung des ersten Anwendungsfalls
mitgebrachte Referenzarchitektur als Startpunkt, die mit den realen Quellsystemen des Hauses gefüllt und in ein Lückenbild überführt wird
Kurz zum Kunden
Großes Wohnungsunternehmen mit breit gestreutem Bestand, regionalem Schwerpunkt und ausgewählten Standorten darüber hinaus. Es verbindet wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit einem sozialen Auftrag: bezahlbaren Wohnraum sichern, Quartiere entwickeln, den Service für Mieterinnen und Mieter verbessern. Beides zusammen ist der Rahmen, in dem hier über Technologie entschieden wird — was Kosten senkt, muss den Service verbessern und nicht nur verbilligen.
Unsere Lösung
Jeder Anwendungsfall zahlt auf dieselbe Plattform ein und macht den nächsten schneller. Ohne diese Plattform macht er ihn teurer.
Die Aufgabe
Ein großes Wohnungsunternehmen hat in einem halben Jahr seine Regeln für den Umgang mit KI aufgebaut, und die nächste Schwierigkeit steht schon daneben. Struktur allein schafft keinen Nutzen. Die IT- und Prozesslandschaft ist von zwei großen Standardsystemen geprägt, die Kernprozesse laufen, und genau darin liegt das Problem — sie laufen gut genug, dass niemand sie anfasst, und schlecht genug, dass erhebliche Automatisierungspotenziale offen bleiben. Verlangt sind deshalb drei Dinge gleichzeitig: quantifizierbare Mehrwerte, die den Mitarbeitenden kurzfristig helfen; eine Infrastruktur, auf der KI-Anwendungen dauerhaft betrieben und erweitert werden können; und der Aufbau der Fähigkeit, das künftig selbst zu tun. Das Ziel ist ausdrücklich Befähigung statt Abhängigkeit von externen Dienstleistern.
Unser Ansatz
Die Begriffe zuerst, und das war keine Pedanterie. Der begann mit der Trennung von Rahmenwerk, Plattform, Architektur und Verzeichnis, weil diese Begriffe in der bisherigen Diskussion vermischt worden waren. Solange sie , führt jede Architekturdiskussion zu Scheinkonflikten: Zwei Beteiligte sind sich einig und benutzen verschiedene Wörter, zwei andere benutzen dasselbe Wort und meinen Unvereinbares.
Ein bestehendes Rahmenwerk erproben, statt eines zu entwickeln — und die Infrastruktur zuletzt. Für den Aufbau eigener Agenten wurde bewusst kein Eigenbau gewählt, sondern ein vorhandenes Rahmenwerk, zunächst zur Erprobung. Die Infrastrukturentscheidung wurde ausdrücklich nachgelagert, weil sie sich nach der Ausgestaltung von Architektur und Rahmenwerk richtet. Die umgekehrte Reihenfolge — erst Infrastruktur beschaffen, dann herausfinden, was darauf laufen soll — ist der häufigste und teuerste Fehler dieser Projektart.
Die Referenzarchitektur ist ein Startpunkt und wird instanziiert. Wir bringen eine Referenzarchitektur und einen Technologiestack mit; beide werden nicht übernommen, sondern in einem eigenen Schritt mit den realen Quellsystemen, Schnittstellen und Komponenten des Hauses gefüllt und anschließend in ein Lückenbild überführt. Erst dieses Lückenbild sagt, was zu tun ist. Eine Referenzarchitektur, die als Zielbild an die Wand gehängt wird, hat noch keine einzige Entscheidung getroffen.
Entwickelt wird spezifikationsgetrieben, und der Code entsteht KI-gestützt. Am Anfang jeder Umsetzung steht eine Spezifikation: ein versioniertes Dokument, das wie Code geprüft wird, für Technik und Fachbereich gleichermaßen lesbar, in dem Entscheidungen, Sonderfälle und Abwägungen geklärt sind, bevor eine Zeile entsteht. Die Architektur wird nach einem etablierten Rahmenwerk dokumentiert. Der Grund für diese Reihenfolge ist nicht Ordnungsliebe, sondern Prüfbarkeit: Erzeugter Code wächst schneller, als die Zeit reicht, ihn zu lesen. Wer einem Modell nur beschreibt, was er ungefähr will, bekommt schnell Code und bei jedem Durchlauf einen anderen. Die Spezifikation ist zugleich die Dokumentation, die sonst am Ende fehlt — und weil die eigene IT die Anwendungen später weiterentwickeln soll, ist sie zugleich das, was übergeben wird.
Der erste Anwendungsfall ist Teil der Befähigung, nicht ihr Beweis am Ende. Er wird gemeinsam mit den Fachbereichen entwickelt und in der neu definierten Infrastruktur produktiv umgesetzt — mit der eigenen IT als aktivem Mitgestalter, die Entwicklung und Betrieb schrittweise übernimmt. Der Zweck ist doppelt: ein Nutzen, den man zeigen kann, und eine Mannschaft, die den zweiten Fall ohne uns entwickelt.
Jeder Anwendungsfall startet aus einem bewerteten Problem, nicht aus einer technischen Gelegenheit. Das ist die Verbindung zur vorangegangenen Erhebung: Bereits identifizierte oder prototypisch gebaute Fälle werden in die definierte Infrastruktur überführt und dort skalierbar betrieben, statt neu erfunden zu werden. So zahlt jeder Fall auf dieselbe Plattform ein — und macht den nächsten schneller, günstiger und sicherer.
Die Regeln des internen Gremiums sind ab dem ersten Tag Teil der Architektur. Governance, Datenschutz, Informationssicherheit und Betriebsfähigkeit werden bei jeder Architekturentscheidung mitgedacht, nicht am Ende geprüft. Das ist der Grund, warum die Reihenfolge dieses Kunden funktioniert hat: Erst das Gremium, dann die Plattform. Umgekehrt hätte die Governance die erste Plattform nachträglich in Frage stellen müssen.
Das Ergebnis
Sieben Bausteine einer befähigten Organisation, in drei Arbeitspaketen aufgebaut.
Erstens ein produktionsfähiges technisches Rückgrat als Integrations- und Ausführungsschicht zwischen Bestandssystemen, Datenquellen und KI-Anwendungen. Zweitens ein verbindlicher Standard, nach dem Agenten entwickelt werden, statt einer Eigenentwicklung — bewusst ein bestehendes Rahmenwerk, zuerst erprobt, und die Infrastruktur erst danach festgelegt, weil sie sich nach Architektur und Rahmenwerk richtet. Drittens eine Zielarchitektur samt Integrationslogik zu den Bestandssystemen, ausgehend von einer mitgebrachten Referenzarchitektur, die im nächsten Schritt mit den realen Quellsystemen und Komponenten des Hauses gefüllt und in ein Lückenbild überführt wird.
Viertens ein Betriebsmodell mit Rollen, und Technologiestack. Fünftens ein standardisierter Entwicklungsprozess von der und dem Business Case über Entwurf, Umsetzung, Test und Freigabe bis zu Betrieb und Wartung. Sechstens die Weiterentwicklung der IT-Organisation, mit gezieltem Aufbau von Kompetenzen für Agenten, Daten, Integration und den Betrieb von Modellen. Siebtens ein erster Anwendungsfall, gemeinsam mit den Fachbereichen entwickelt und in der neu definierten Infrastruktur produktiv umgesetzt.
Vorgelagert ein , in dem zuerst die Begriffe getrennt worden sind — Rahmenwerk, Plattform, Architektur und Verzeichnis waren in der bisherigen Diskussion vermischt.
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