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Strategion GmbH

Die Belegschaft an die eigene KI-Plattform heranführen

Die Aufgabe

Eine Plattform, die niemand einschätzen kann, wird entweder falsch benutzt oder gar nicht. Die Hürde liegt nicht in der Bedienung.

Kunde
Immobilien­unternehmen
Branche
Wohnungs- und Immobilien­wirtschaft
Dauer
rund sechs Monate entlang des Rollouts
Die Belegschaft an die eigene KI-Plattform heranführen KI-generiert
3

Stufen: Führungs­kräfte und Multiplikatoren, Anwender in handhabbaren Gruppen, Onboarding neuer Mitarbeitender

60–70

Nutzer von rund hundert Mitarbeitenden, praxisnah am eigenen Fall befähigt

0

wiederkehrende externe Termine für das Onboarding: Karte, Screencast und Pflegekonzept bleiben im Haus

Kurz zum Kunden

Immobilien- und Beteiligungs­unternehmen mit eigenem Bestand, seit gut drei Jahrzehnten im Großraum einer westdeutschen Großstadt tätig. Es entwickelt, entwickelt, verwaltet und vermittelt Büro-, Handels- und Wohnimmobilien und betreibt ganze Wohnquartiere. Rund hundert Mitarbeitende, eine über die Jahre gewachsene System­landschaft und ein Geschäft, in dem dieselbe Information je nach Frage in der Verwaltung, im Vertrieb, in der Buchhaltung oder auf einem Dateilaufwerk liegt.

Unsere Lösung

Gelernt wird nicht, welchen Knopf man drückt. Gelernt wird, ob eine Aufgabe für dieses System überhaupt geeignet ist.

Die Aufgabe

Mit dem produktiven Start einer unternehmens­eigenen KI-Plattform steht die Frage, die über ihren Nutzen entscheidet: Können die Leute sie einschätzen? Von rund hundert Mitarbeitenden kommen sechzig bis siebzig als Nutzer in Frage, viele davon mit wenig Erfahrung im Umgang mit Sprach­modellen. Die Herausforderung liegt dabei nicht in der Bedienung der Oberfläche. Sie liegt im Urteil: Mitarbeitende müssen wissen, wofür dieses System umgesetzt ist, nämlich für das Verknüpfen von Informationen über Systemgrenzen hinweg und nicht für Massen­auswertungen. Sie müssen verstehen, dass es nicht deterministisch arbeitet und dass Quellen zu prüfen sind. Ohne diese Befähigung wird eine solche Plattform entweder in ihrem Nutzen unterschätzt oder in ihrer Verlässlichkeit überschätzt, und beides endet gleich: Sie wird nicht mehr benutzt.

Unser Ansatz

Urteilsvermögen ist der Lernstoff, nicht der Klickweg. Wer eine Oberfläche erklärt, hat nach zwei Wochen Nutzer, die alles ausprobiert haben und nichts mehr fragen. Wer beibringt, welche Aufgaben zu diesem System passen und welche nicht, hat Nutzer, die es an der richtigen Stelle einsetzen. Deshalb steht in jeder Stufe dieselbe Leitfrage vorn: Ist das eine gute Aufgabe für dieses System? Die Bedienung kommt danach und braucht wenig Zeit.

Zum Lehrmaterial gehört ein Fall, für den das System nicht taugt. Neben der Vorführanfrage, die zeigt, was die Verknüpfung über Systemgrenzen hinweg leistet, steht ein bewusst ungeeigneter Fall im Programm. Das ist kein didaktisches Beiwerk. Wer nur gelungene Beispiele zeigt, erzeugt eine Erwartung, die das erste eigene Scheitern zerstört. Wer die Grenze mitliefert, gibt den Leuten ein Kriterium an die Hand, mit dem sie selbst entscheiden können, wann sie das System benutzen und wann sie es lassen.

Drei Stufen, weil drei Gruppen drei verschiedene Dinge brauchen. Die Führung braucht die Einordnung und die Legitimation, und sie muss die Sinngrenze des Systems kennen, um sie im eigenen Bereich vertreten zu können. Die Anwender brauchen ein Denkmodell, Bedien­kompetenz und einen ersten selbst gelösten Fall. Neue Mitarbeitende brauchen etwas, das ohne Termin funktioniert. Ein einziges Format für alle drei ist für die einen zu technisch und für die anderen zu vage.

Die Multiplikatoren waren vor der Schulung schon benannt. Sie kommen aus den Abteilungen, sitzen im Führungs­workshop mit und bekommen dort zusätzlich die technische Tiefe und die didaktischen Mittel. Das ist der Unterschied zwischen einer Schulung, die einmal stattfindet, und einer Befähigung, die im Haus bleibt: Nach dem Rollout ist die Ansprechperson für eine Frage im Nachbarbüro und nicht in einem Beratungshaus.

Gesunde Skepsis wird mitgeschult. Zum Programm gehört ausdrücklich, dass das System nicht deterministisch arbeitet und dass Quellen geprüft werden. Das klingt nach einem Nachteil, den man besser verschweigt, und ist das Gegenteil: Eine Belegschaft, die weiß, wo die Grenzen liegen, verliert das Vertrauen nicht beim ersten falschen Ergebnis. Eine, der man Unfehlbarkeit versprochen hat, schon.

Das Material gehört danach dem Haus. Onboarding-Karte, Screencast, Demo-Fälle und Anfragen­katalog werden so übergeben, dass sie im Haus gepflegt werden können, mit einem Rückmeldeweg für Verbesserungen. Ziel ist ausdrücklich, dass die Befähigung nicht an wiederkehrenden externen Terminen hängt. Ein Weiterbildungs­konzept, das sich selbst überflüssig macht, ist das einzige, das über den Projekt­zeitraum hinaus wirkt.

Das Ergebnis

Ein Schulungs­programm in drei Stufen, das nach dem Rollout ohne uns weiterläuft.

Stufe eins ist ein halbtägiger Präsenzworkshop für Führungs­kräfte und die bereits benannten Multiplikatoren, mit der Leitfrage, warum dieses System und warum jetzt, und wie eine Führungskraft ihr Team hineinführt; die Multiplikatoren werden darin zusätzlich technisch vertieft und didaktisch ausgestattet. Stufe zwei sind Anwenderworkshops in handhabbaren Gruppen, jeweils rund drei Stunden, mit der Leitfrage, ob eine Aufgabe für dieses System überhaupt geeignet ist und wie eine gute Anfrage aussieht, geübt an guten und schlechten Beispielen und am eigenen Fall.

Stufe drei ist eine Onboarding-Strecke für neue Mitarbeitende, aus einer bebilderten Onboarding-Karte und einem modularen Screencast, mit einem Pflege- und Rückmelde­konzept, das das Material aktuell hält. Damit ist das Einarbeiten neuer Kolleginnen und Kollegen ohne wiederkehrenden externen Termin möglich. Grundlage aller Stufen ist aufbereitetes Material aus echten Fällen des Hauses: eine starke Verknüpfungs­anfrage als Vorführbeispiel, ein Katalog guter und schlechter Anfragen und, ausdrücklich, ein bewusst ungeeigneter Fall.

Die Anwenderstufe umfasst vier Workshops mit Gruppen von rund fünfzehn Personen, die Selbstlernstrecke einen modularen Screencast in sechs Kapiteln von etwa neun Minuten. Rückmeldungen laufen über die Multiplikatoren und über eine Bewertungs­möglichkeit in der Anwendung selbst. Eine erste kompakte Schulung zur Arbeitsweise der Agenten ist bereits gelaufen, der Führungs­kräfte-Workshop steht als Auftakt der Reihe an.

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