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Strategion GmbH

Den Tages­finanz­status von Software­robotern erstellen lassen

Die Aufgabe

Jeden Morgen dieselbe Reihenfolge: Auszüge einlesen, Salden übertragen, Berichte fortschreiben, versenden. Ein Ablauf mit Terminzwang und ohne Entscheidung.

Kunde
Kommunaler Immobilien­konzern
Branche
Wohnungs- und Immobilien­wirtschaft
Dauer
rund drei Monate, seither im Betrieb
Den Tagesfinanzstatus von Softwarerobotern erstellen lassen KI-generiert
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Software­roboter im Zusammenspiel: einer startet den Lauf im ERP-System, der andere ruft das Ergebnis ab

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Teilprozesse vollständig abgebildet, vom Einlesen der Auszüge bis zum Versand der beiden Berichte

im Betrieb

laufen die Software­roboter jeden Morgen und erstellen den Tages­finanz­status ohne Menschenhand

Kurz zum Kunden

Kommunaler Immobilien­konzern einer westdeutschen Großstadt. Unter einer Konzernmutter sind Wohnungs­bestand, Gewerbe-, Verwaltungs-, Kultur- und Schulimmobilien, Projekt­entwicklung und technisches Gebäude­management zusammengefasst; der Konzern ist damit das Immobilien­kompetenz­zentrum seiner Stadt. Mehrere Gesellschaften, ein gemeinsamer Cash-Pool, ein Rechnungs­wesen und ein Bestand, der von der Mietwohnung bis zur Schule reicht: Das erzeugt genau die Art wiederkehrender Abstimmarbeit, für die sich Automatisierung rechnet, und genau die Art verstreuten Wissens, für das sich Sprachmodelle eignen.

Unsere Lösung

Ein erster Roboter soll nicht nur laufen. Er soll zeigen, wie der nächste entsteht.

Die Aufgabe

Der Konzern erstellt an jedem Bank­arbeits­tag einen Tages­finanz­status über alle Gesellschaften. Der Ablauf ist vollständig dokumentiert und vollständig manuell: Kontoauszüge aus fünf Bank­verbindungen über zwei Zugangswege in das ERP-System einlesen, die Salden je Gesellschaft aus einem Report übernehmen, zwei Excel-Berichte fortschreiben, beide als PDF ablegen und an einen festen Verteiler senden. Das muss früh am Tag fertig sein, weil daran die Rücksprache zwischen Bilanzierung und Finanzierung über Liquiditäts­überträge zwischen den Konten hängt. Ein Ablauf also mit Terminzwang und ohne Entscheidung. Der Auftrag ist, für genau diesen Prozess erstmals einen Software­roboter zu entwickeln — und die eigenen Leute dabei so einzubinden, dass sie den nächsten selbst entwickeln können.

Unser Ansatz

Der Prozess war vor dem Angebot schon aufgeschrieben, und zwar von denen, die ihn ausführen. Das ist der Grund, warum dieses Projekt klein bleiben konnte. Die Fachabteilung hatte jeden Schritt dokumentiert, bis hin zu den Wortlauten der E-Mails, die der Roboter senden soll, und bis zu den Stellen, an denen der Ablauf regelmäßig hakt. Wir mussten den Prozess nicht erheben. An zwei Stellen stand in der Beschreibung wörtlich, dass das Lösungsdesign offen ist. Genau diese zwei Stellen haben wir im Projekt gemeinsam mit der Fachabteilung entschieden.

Zwei Roboter, weil ein einzelner an einer Stelle warten müsste. Das Einlesen der Auszüge läuft im ERP-System als Job, dessen Laufzeit mit der Menge der Umsätze schwankt. Ein einzelner Roboter hätte davor gestanden und gewartet, mit allen Folgen für Zeitfenster und Fehlerbehandlung. Deshalb startet der eine Roboter den Job, und der zweite fragt die Jobübersicht ab und arbeitet weiter, sobald der Lauf durch ist. Das ist keine elegante Architektur, sondern eine, die zu dem System passt, in dem sie arbeitet.

Bewusst nicht auf dem Standardgerüst entwickelt. Die gängige Empfehlung für Roboter dieser Art ist ein Rahmenwerk mit Protokollierung, Wiederaufnahme und Warteschlangen. Wir haben darauf verzichtet, weil die Mitarbeiter des Kunden mitentwickeln sollten und ein solches Rahmenwerk am Anfang mehr verdeckt als es erklärt. Der Preis dafür stand im Angebot: Wenn das Wissen im Haus gewachsen ist, kann der Roboter umgestellt werden. Für den ersten Roboter zählt, dass die eigene IT versteht, was er tut.

Entwickelt wurde in Sprints, besprochen wurde am Bildschirm. Nach jedem Zyklus haben wir die neu gebauten Abschnitte mit den Projekt­mitarbeitern des Kunden im Paar durchgesprochen. Die größeren fachlichen Tests hat der Kunde selbst übernommen, wir haben dabei nur unterstützt. Das war nicht Sparen an der Qualitäts­sicherung, sondern die Stelle, an der Wissen übergeht: Wer den Testfall selbst formuliert, kennt danach den Ablauf des Roboters.

Am Ende steht ein Roboter im Betrieb, nicht ein Prototyp in einer Präsentation. Er meldet Ausnahmen an namentlich hinterlegte Empfänger, er versendet die Berichte an den bestehenden Verteiler, und er läuft nach Auskunft des Kunden seit der Produkt­ivsetzung täglich. Betrieb, Überwachung und Wartung liegen beim Kunden. Das war so vereinbart und ist die Voraussetzung dafür, dass ein Automatisierungs­vorhaben nicht in einer Abhängigkeit endet.

Das Ergebnis

Zwei Software­roboter im Zusammenspiel: Der eine startet das Einlesen im ERP-System, der andere prüft in der Jobübersicht, ob der Lauf durch ist, und arbeitet danach weiter.

Sie lesen die Auszüge im MT940-Format aus fünf Bank­verbindungen ein, melden dem Forderungs­management und der Debitorenbuchhaltung per E-Mail, dass die Auszüge des Vortages verbucht sind, holen die Bank­ensaldenübersicht je Gesellschaft aus dem ERP-System, schreiben die beiden Berichte fort, filtern die wesentlichen Umsätze des Vortages über einen Wertfilter heraus und versenden Excel- und PDF-Fassung an den Verteiler.

Bleiben die Auszüge einer Bank morgens aus, schreibt der Roboter eine definierte E-Mail an die drei Zuständigen und bittet um den manuellen Abruf. Bereitgestellt ist er auf dem vorhandenen Orchestrator des Kunden; Betrieb, Überwachung und Wartung liegen dort. Nach Auskunft des Kunden läuft der Ablauf seit der Produkt­ivsetzung im Tagesbetrieb.

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