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Strategion GmbH

Das Fachwissen einer Branche abfragbar machen

Die Aufgabe

Das Wissen eines Verbands liegt in Dokumenten, Rundschreiben und Postfächern. Wer die richtige Auslegung sucht, sucht lange — und fragt dann doch einen Menschen.

Kunde
Bundesverband einer Branche
Branche
Wohnungs- und Immobilien­wirtschaft
Dauer
Konzeptions­projekt in mehreren Phasen
Das Fachwissen einer Branche abfragbar machen
4

Einführungs­phasen, von der zentralen Wissensbasis über den Basisdienst und die regionalen Inhalte bis zu den Erweiterungen

3

Konzepte parallel erarbeitet: technische Lösung, Organisation und Geschäfts­modell samt Refinanzierung

33.000

Stunden manueller Recherche, die nach der Modell­rechnung des Konzepts jährlich entfallen — Hochrechnung, kein gemessener Wert

Kurz zum Kunden

Bundesverband der Wohnungs- und Immobilien­wirtschaft. Er vertritt rund dreitausend Wohnungs­unternehmen, die mehr als dreizehn Millionen Menschen ein Zuhause bieten, und liefert ihnen fachlich fundierte Bewertungen zu Recht, Politik und Zukunftsthemen. Das ist ein Wissens­geschäft: Der eigentliche Wert des Verbands liegt in Arbeitshilfen, Stellungnahmen und Auslegungen — und in der Geschwindigkeit, mit der ein Mitglieds­unternehmen sie findet.

Unsere Lösung

Ein Wissenssystem scheitert selten an der Technik. Es scheitert daran, dass Betrieb und Pflege der Inhalte ungeklärt bleiben.

Die Aufgabe

Der Verband und seine Regionalverbände verfügen über einen umfangreichen Bestand an Arbeitshilfen, Auslegungen und Stellungnahmen. Er liegt verteilt, in Dokumenten und in E-Mails, und die Regionalverbände bereiten vieles davon parallel und unabhängig voneinander auf. Für ein Mitglieds­unternehmen bedeutet das: Die Antwort existiert, aber sie ist schneller zu erfragen als zu finden — also bindet jede Frage einen Fachexperten. Gesucht ist ein Konzept, das dieses Wissen in einem einzigen, verlässlichen Zugang bündelt, ohne den Regionalverbänden ihre Rolle zu nehmen. Und es muss zwei Fragen gleichzeitig beantworten, die selten zusammen gestellt werden: Wie wird das technisch entwickelt, und wer bezahlt anschließend den Betrieb.

Unser Ansatz

Jede Antwort mit Quelle, sonst ist es für einen Verband unbrauchbar. Die Architektur stellt dem Sprachmodell eine Suche im eigenen Bestand voran: Beantwortet wird nur, was im Wissens­bestand steht, und die Antwort nennt, woraus sie stammt. Für einen Verband ist das keine technische Feinheit, sondern die Existenzbedingung. Seine Auskünfte werden zur Grundlage von Entscheidungen in dreitausend Unternehmen; eine plausibel klingende Antwort ohne belegbare Herkunft wäre ein Risiko und kein Fortschritt.

Das Geschäfts­modell gehört ins Konzept, nicht in einen Folgetermin. Der Basisdienst wird solidarisch von Verband und Regionalverbänden getragen, erweiterte Leistungen und höhere Nutzungs­kontingente lassen sich in Stufen hinzubuchen. Die Initial­entwicklung war aus Projekt­mitteln gedeckt, der laufende Betrieb über jährliche Grundbeiträge. Diese Rechnung vorher aufzumachen ist der Unterschied zwischen einem Pilotprojekt und einer Einrichtung: Systeme, die im Betrieb keinen Kostenträger haben, werden abgeschaltet, nicht weil sie schlecht sind, sondern weil niemand zuständig ist.

Die Regionalverbände gewinnen, statt übergangen zu werden. Ein zentraler Zugang zum Verbandswissen ist für die Regionalverbände zunächst eine Bedrohung — er nimmt ihnen eine Leistung, die sie heute erbringen. Das Konzept dreht das um: Jeder Regionalverband bekommt eine eigene Plattform im eigenen Branding, kann eigene Inhalte einbringen und muss nicht mehr jede bundesweite Information selbst aufbereiten. Wer die Verlierer einer Zentralisierung nicht mitkonstruiert, bekommt ein technisch richtiges System, das niemand einspeist.

Vier Phasen, damit früh etwas nutzbar ist. Erst die zentrale Wissensbasis, dann der Basisdienst als erste nutzbare Fassung mit kostenfreiem Kontingent, dann die regionalen Inhalte, danach die Erweiterungen. Der Zuschnitt folgt keinem technischen Zwang, sondern der Erfahrung, dass die Bereitschaft, Inhalte zu liefern, mit dem ersten sichtbaren Nutzen entsteht und nicht mit dem Projektplan.

Die Wirtschaftlichkeit ist gerechnet, aber sie ist eine Hochrechnung. Das Konzept setzt bei geschätzten fünfundsechzigtausend Anfragen im Jahr rund dreiunddreißigtausend Stunden manueller Recherche an, die entfallen, und bewertet sie mit knapp einer Million Euro. Diese Zahlen stammen aus einer Modell­rechnung mit angenommener Recherchedauer und angenommenem Stundensatz. Sie taugen als Entscheidungs­grundlage und nicht als Erfolgsmeldung, und sie werden hier auch so geführt.

Das Ergebnis

Ein vollständiges Konzept, technisch und organisatorisch.

Technisch: eine Architektur auf Grundlage generativer Sprachmodelle mit vorgeschalteter Suche im eigenen Wissens­bestand, sodass jede Antwort mit Quellenangaben belegt wird und nicht aus dem Modell­gedächtnis stammt. Dazu die Anforderungs­erhebung mit den Beteiligten, die Technologie­auswahl, eine skalierbare System­architektur, der Implementierungs­fahrplan mit Meilensteinen, ein initialer Risiko­management­plan sowie Rollout- und Evaluations­plan.

Organisatorisch: die Einbindung in die bestehenden Abläufe des Verbands, eigene Plattformen für die Regionalverbände im jeweiligen Verbandsbranding, Autoren­werkzeuge für regionale Inhalte — und ein Geschäfts­modell, das den Basisdienst solidarisch von Verband und Regionalverbänden finanziert und erweiterte Nutzung stufenweise hinzubuchbar macht. Die Einführung ist in vier Phasen geschnitten: erst die zentrale Wissensbasis, dann der Basisdienst als erste nutzbare Fassung, dann die regionalen Inhalte, danach die optionalen Erweiterungen. Die technische Umsetzung liegt anschließend bei einem Dritten; Gegenstand dieser Arbeit ist die Konzeption.

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