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Strategion GmbH

Betrieb und Erlösmodell einer Sensor­plattform entwickeln

Die Aufgabe

Die Plattform läuft auf einem Dienst, der für Erprobung gedacht ist. Für zahlende Kunden ist er nicht gemacht.

Kunde
Hersteller von Motorsensorik
Branche
Maschinen- und Anlagenbau
Dauer
sechs Monate, laufend
Betrieb und Erlösmodell einer Sensorplattform entwickeln
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Bausteine des Regelbetriebs: Betreiberauswahl, Kosten-Nutzen-Betrachtung, Zahlungs­modell und Skalierungs­fahrplan

laufend

die Überführung vom Erprobungs­aufbau in einen Betrieb, den zahlende Kunden tragen

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eigene Betriebs­interessen: Betrieb, Endanwenderbetreuung und Beschaffung sind aus dem Auftrag ausgenommen

Kurz zum Kunden

Mittelständischer Hersteller von Sensorik für Großmotoren, seit über sechzig Jahren am Markt, gut neunzig Beschäftigte an mehreren Standorten in Europa und Asien. Die Geräte des Hauses überwachen Schiffs- und Kraftwerks­motoren auf Zustände, die einem Schaden vorausgehen: Schwingung, Lagertemperatur, Gaskonzentration, Luftzustand im Kurbelgehäuse. Wo ein Motorschaden Menschen gefährdet, sind sie vorgeschrieben. Verkauft wird über Werften, Motorenbauer und Klassifikations­gesellschaften. Die installierte Basis liegt in der Größenordnung von zwanzigtausend Schiffen — und damit liegt dort auch eine Datenmenge, die bisher niemand gehoben hat.

Unsere Lösung

Die Frage, wer betreibt, und die Frage, wer zahlt, sind dieselbe Frage. Sie werden nur meistens getrennt gestellt.

Die Aufgabe

Bei einem Sensor­hersteller laufen die Messdaten inzwischen über eine Nachrichtenstrecke in ein Auswertungs-Dashboard, und das funktioniert — für die Erprobung. Getragen wird die Strecke von einem Dienst, der genau dafür gedacht ist und für den Betrieb mit zahlenden Kunden nicht ausgelegt. Damit stehen zwei Fragen an, die gern getrennt behandelt werden und zusammengehören. Die erste ist technisch: Wer betreibt künftig Nachrichtenvermittlung, Auswertungs­plattform und Server, mit welchen Zusagen zu Verfügbarkeit und Wartung? Die zweite ist kaufmännisch: Wofür genau zahlt der Endkunde, in welchem Takt, und ab welcher Zahl angeschlossener Anlagen trägt sich der Betrieb? Wer nur die erste beantwortet, kauft sich einen Kostenblock ohne Gegenfinanzierung ein. Wer nur die zweite beantwortet, hat einen Preis für etwas, das niemand verlässlich betreibt.

Unser Ansatz

Ein Erprobungs­aufbau ist kein kleiner Regelbetrieb, sondern etwas anderes. Der Dienst, der die Nachrichten heute transportiert, ist für Versuche gemacht: schnell aufgesetzt, kostenlos oder fast, ohne Zusagen. Genau das war richtig, solange erprobt wurde. Sobald ein Kunde für den Dienst zahlt, ändern sich die Anforderungen grundlegend — Verfügbarkeit, Wartungs­fenster, Zuständigkeit im Störungsfall, Nachweisbarkeit. Der teure Fehler an dieser Stelle ist, den Erprobungs­aufbau mitwachsen zu lassen, bis er das erste Mal ausfällt, und zwar bei dem Kunden, der zuerst gezahlt hat.

Ausgewählt wird gegen ein Profil, nicht gegen ein Angebot. Am Anfang steht nicht die Anbieterliste, sondern die Frage, was der Betrieb leisten muss: Nachrichtenvermittlung, Betrieb der Auswertungs­plattform, Server­betreuung, und was davon in einer Hand liegen soll. Erst gegen dieses Profil wird der Markt gesichtet, auf eine Auswahlliste verdichtet und mit einer Bewertungs­matrix entschieden. Der Unterschied ist nicht formal: Wer erst Angebote einholt und daraus seine Anforderungen ableitet, bekommt die Anforderungen des günstigsten Anbieters.

Das Zahlungs­modell entsteht mit dem Betriebs­modell, nicht danach. Ein Betrieb, der pro angeschlossener Anlage kostet, verlangt ein Erlösmodell, das pro angeschlossener Anlage einnimmt — sonst wächst mit jedem Neukunden der Verlust. Deshalb laufen Kosten-Nutzen-Betrachtung, Preismodell und Skalierungs­konzept in diesem Auftrag neben der Partnerauswahl und nicht hinter ihr. Es ist derselbe Gedanke wie am Anfang dieses Kundenwegs, nur eine Stufe später: erst das Geschäft, dann die Technik.

Skalierung heißt hier nicht mehr Kunden, sondern mehr Branchen. Die Sensorik des Hauses steckt in Schiffen, in Kraftwerken und in Industrie­anlagen. Eine Plattform, die nur für den ersten Markt umgesetzt ist, muss für jeden weiteren neu entwickelt werden. Deshalb gehört zur Skalierungs­frage von Anfang an die Überlegung, welche Teile markt­übergreifend sind und welche je Markt eigen bleiben müssen — eine Architektur­frage, die als Geschäfts­modell­frage gestellt wird.

Wir wählen den Betreiber aus und werden ihn nicht. Betrieb, Endanwenderbetreuung und Beschaffung sind ausdrücklich aus dem Auftrag ausgenommen. Das ist keine Bescheidenheit, sondern eine Bedingung dafür, dass die Empfehlung etwas wert ist: Wer die Auswahl trifft und anschließend selbst betreiben will, hat bei der Auswahl ein Interesse.

Das Ergebnis

Ein Betriebs­partner, ausgewählt in einem nachvoll­ziehbaren Verfahren, und ein Erlösmodell, das zu ihm passt.

Der Weg dorthin führt über ein Anforderungs­profil, das technische und betriebliche Erwartungen an einen Dienstleister festhält, eine Marktsichtung mit Bewertung geeigneter Anbieter und einer Auswahlliste, die eigentliche Auswahl anhand einer Bewertungs­matrix mit begründeter Empfehlung sowie die Begleitung von Vertrags­verhandlung und Übernahme. Parallel dazu die kaufmännische Seite: eine Kosten-Nutzen-Betrachtung der Plattform, ein Preis- und Abrechnungs­modell für Endkunden, ein Konzept, wie sich die Plattform auf weitere Kunden und weitere Branchen ausdehnen lässt, und daraus abgeleitet ein Fahrplan mit Meilensteinen. Ausdrücklich nicht Teil des Auftrags sind Betrieb, Endanwenderbetreuung und Beschaffung — die Trennung zwischen dem, der auswählt, und dem, der betreibt, bleibt gewahrt.

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