Bestandsmaschinen zur Grundlage digitaler Services machen
Die Aufgabe
Ein technisch einwandfreies Bauteil ist austauschbar, sobald ein anderer es auch liefert. Über das Produkt allein ist kein Unterschied mehr zu machen.
Leistungsbestandteile der ersten Phase, von der Geschäftsmodellanalyse über die Anforderungserhebung und die Konzeption des Grundsystems bis zur Markterkundung
Phasen mit Entscheidungspunkt dazwischen — beauftragt und erbracht wurde die erste
strategische Leitthemen des Hauses, an denen sich das Vorhaben ausrichten musste — digitaler Produktpass und digitaler Zwilling
Kurz zum Kunden
Familienunternehmen für industrielle Verbindungstechnik, mit Tochtergesellschaften und Vertriebsbüros in über vierzig Ländern. Die Produkte gehen in Automatisierung, Robotik, Telekommunikation, Energietechnik und Fahrzeugbau. Bei einem dieser Art liegt die Schwierigkeit nicht in der Qualität, sondern in der Differenzierung: Ein technisch einwandfreies Bauteil ist austauschbar, sobald ein anderer es auch liefert.
Unsere Lösung
Wer sein Bauteil digitalisiert, hat ein digitales Bauteil. Wer das Werkzeug digitalisiert, mit dem der Kunde es verbaut, hat einen Service.
Die Aufgabe
In mehreren Vorgesprächen ist eine Reihe von Themen geprüft und die meisten davon verworfen worden. Darunter allgemeine Geschäftsmodellbetrachtung, Technologiescouting, Weiterentwicklung der Diagnostik, Digitalisierung der eigenen Produkte. Übrig bleibt ein Feld mit Substanz: Service und , mit Fokus auf Bestandskunden und Bestandsprodukten. Der Ansatzpunkt ist dabei nicht das eigene Bauteil, sondern das Werkzeug, mit dem der Kunde es verarbeitet — im konkreten Fall der Prozess, mit dem ein Verbinder dauerhaft mit einer Leitung verpresst wird. Daraus sollen digitale Services entstehen, die als Unterscheidungsmerkmal und als Bindung wirken. Zwei Randbedingungen sind gesetzt und nicht verhandelbar: Das Vorhaben muss sich an den beiden strategischen Leitthemen des Hauses ausrichten — digitaler Produktpass und digitaler Zwilling — und auf bereits etablierten Standards aufsetzen, mit Vorrang für Standardlösungen.
Unser Ansatz
Der Hebel liegt beim Verarbeitungswerkzeug, nicht beim Produkt. Ein Verbinder lässt sich mit einem Datenblatt versehen und bleibt austauschbar. Die Maschine, mit der der Kunde ihn verarbeitet, ist der Ort, an dem tatsächlich Aufwand, Fehler und Ausschuss entstehen — und damit der Ort, an dem ein Service Geld wert ist. Diese Verschiebung des Ansatzpunkts war die eigentliche Entscheidung des Vorhabens, und sie fiel, nachdem vier andere Themenfelder geprüft und verworfen worden waren.
Bestandskunden und Bestandsprodukte, nicht Neuentwicklung. Der Fokus lag ausdrücklich auf dem, was schon im Feld ist. Das ist unromantisch und wirtschaftlich der kürzere Weg: Ein Service für installierte Maschinen bei bekannten Kunden hat einen adressierbaren Markt vom ersten Tag an, während eine Produktneuentwicklung ihren erst finden muss.
Automatisierte Parametrierung aus vorhandenen Daten — die Daten liegen schon vor. Der angestrebte Fall setzt die Maschinenparameter aus Unterlagen, die es gibt, unter anderem aus Konstruktionszeichnungen. Der Nutzen ist beim Kunden dreifach benannt: weniger gebundene Fachkräfte, besseres Flottenmanagement, und ein Rückfluss der Daten, mit dem sich das Ergebnis validieren lässt. Der letzte Punkt ist der, der aus einem Werkzeug einen Service macht — ohne Rückfluss verbessert sich nichts.
Etablierte Standards, und die Leitthemen des Hauses als Rahmen. Vorgegeben war die Ausrichtung an digitalem Produktpass und digitalem Zwilling und das Aufsetzen auf bestehenden Standards mit Vorrang für Standardlösungen. Für eine Beratung ist das eine Einschränkung und für das Vorhaben ein Vorteil: Eine Lösung, die in die standardisierte Informationshülle des Bauteils eingebettet ist, muss nicht gegen die eigene Strategie verteidigt werden, wenn der Projektsponsor wechselt.
Zwei Phasen, damit die Schätzung ehrlich bleibt — und die zweite kam nicht. Angeboten und beauftragt war die erste Phase; die zweite sollte entsprechend den erzielten Ergebnissen fortgeführt und dann passgenau geschätzt werden. Sie wurde nicht abgerufen. Genau dafür ist ein Entscheidungspunkt da: Bei einem Vorhaben, dessen Zielbild aus einem Vorgespräch stammt, ist eine belastbare Schätzung über den gesamten Weg nicht möglich, und ein Auftraggeber, der nach der ersten Phase nicht weitergeht, hat den Punkt genutzt und nicht das Projekt abgebrochen.
Das Ergebnis
Beauftragt und erbracht worden ist die erste von zwei angelegten Phasen; die zweite ist nicht abgerufen worden.
Sie umfasst fünf Leistungsbestandteile: die Projektinitialisierung mit Feinabstimmung des Aufgabenspektrums, Zulieferungspflichten, Projektmanagement und Berichtswesen; die Analyse des Geschäftsmodells; die Erhebung der Anforderungen; die Konzeption des Grundsystems einschließlich der relevanten Schnittstellen; und die Erkundung bestehender Lösungen am Markt. Beschrieben ist das Gesamtvorhaben mit einer Zuordnung der Arbeitspakete und einer Aufwandsschätzung, dazu die Abgrenzung gegen Arbeiten Dritter — konkrete Implementierungen sollen in enger Abstimmung mit dem der Unternehmensgruppe erfolgen.
Der angestrebte Anwendungsfall: die Analyse des Verarbeitungsprozesses und die automatisierte Parametrierung der Maschine aus vorhandenen Daten, unter anderem aus Konstruktionszeichnungen, eingebettet in die standardisierte Informationshülle des Bauteils. Die verfolgten Ziele sind benannt: Fachkräfte und Aufwände beim Kunden sparen, das Flottenmanagement verbessern und den Rückfluss der Daten zur Validierung ermöglichen.
Diese Leistungen steckten im Projekt
Weitere Projekte
Alle Referenzen ansehen


Kontakt
Sprechen Sie uns an
Schreiben Sie uns eine Zeile. Wir ordnen Ihre Frage ein und melden uns.
