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Strategion GmbH

Anwendungs­fälle systematisch in mehreren Stufen zum Business Case führen

Die Aufgabe

Nach einer Keynote ist das Interesse groß und die Liste lang. Aus Interesse wird aber kein Projekt, solange niemand rechnet.

Kunde
Wohnungs­unternehmen
Branche
Wohnungs- und Immobilien­wirtschaft
Dauer
bereichsweise Workshops mit anschließender Bewertung
Anwendungsfälle systematisch in mehreren Stufen zum Business Case führen
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dokumentierte Anwendungs­fälle allein aus einem Workshop mit zwei Bereichen, erhoben mit eigenem Erhebungs­bogen und aus dem Transkript nachgearbeitet

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Stufen im Vorgehen — Scoping, Ideenfindung, Auswahl, Überführung in Business Cases, Umsetzungs­planung — je mit eigenen Ergebnissen

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Beteiligtenkreise, die je Stufe unterschiedlich zusammengesetzt sind: Mitarbeitende, Führungs­kräfte und Entscheider

Kurz zum Kunden

Großes Wohnungs­unternehmen mit breit gestreutem Bestand, regionalem Schwerpunkt und ausgewählten Standorten darüber hinaus. Es verbindet wirtschaftliche Leistungs­fähigkeit mit einem sozialen Auftrag: bezahlbaren Wohnraum sichern, Quartiere entwickeln, den Service für Mieterinnen und Mieter verbessern. Beides zusammen ist der Rahmen, in dem hier über Technologie entschieden wird — was Kosten senkt, muss den Service verbessern und nicht nur verbilligen.

Unsere Lösung

Nach einer guten Keynote will jeder etwas mit KI machen. Der Wert der nächsten Wochen entscheidet sich daran, ob jemand einen Maßstab mitbringt.

Die Aufgabe

Der Anstoß ist eine Keynote auf einer Führungs­kräfteveranstaltung — danach ist das Thema im Haus, das Bewusstsein geschärft und die Bereitschaft da. Genau an diesem Punkt entstehen die meisten Fehlinvestitionen: Es gibt viele Ideen, jede plausibel, und keinen Maßstab. Verlangt ist deshalb nicht eine weitere Sammlung, sondern ein Verfahren — Anwendungs­fälle je Bereich erheben, bewerten, priorisieren und in Business Cases überführen, mit einer belastbaren Entscheidungs­grundlage am Ende. Und weil ein Unternehmen dieser Größe viele Bereiche hat, muss das Verfahren wiederholbar sein und nicht auf den ersten Bereich zugeschnitten.

Unser Ansatz

Fünf Stufen, und die Beteiligten wechseln von Stufe zu Stufe. Das ist die unauffälligste Festlegung des Vorgehens und die wirksamste. Bei der Erhebung sitzen die Mitarbeitenden mit am Tisch, weil nur sie wissen, wo im Prozess die Zeit verschwindet. Bei der Ideenfindung kommen die Führungs­kräfte dazu, weil sie über Bereichsgrenzen hinweg denken. Bei Auswahl und Fahrplan sitzen nur noch Entscheider, weil dort Geld gebunden wird. Ein Workshopformat mit immer derselben Besetzung produziert entweder operative Kleinteiligkeit oder Strategiefolien.

Vor der Ideenfindung steht ein gemeinsames Verständnis. Die erste Aktion der zweiten Stufe ist nicht das Sammeln, sondern das Herstellen eines gemeinsamen Begriffs von Künstlicher Intelligenz. Ohne diesen Schritt verhandelt ein Raum drei Stunden lang über Wörter: Für den einen ist KI ein Chatbot, für den anderen eine Regel im Bestands­system, für den dritten etwas, das Arbeitsplätze kostet. Anwendungs­fälle, die aus solchen Runden kommen, sind nicht vergleichbar.

Der Bruch liegt zwischen Anwendungs­fall und Business Case, und dort wird sortiert. Ein Anwendungs­fall beschreibt, was ein System tun soll. Ein Business Case beantwortet, was es einbringt, was es kostet und wer es betreibt. Deshalb ist die Überführung eine eigene Stufe mit eigenem Workshop und nicht ein Nebensatz in der Priorisierung. Die meisten Anwendungs­fälle überleben diesen Schritt nicht, und das ist der Zweck.

Bereichsweise statt unternehmens­weit. Erhoben wurde nicht in einer großen Runde, sondern je Bereich — mit dem Ergebnis, dass allein zwei kaufmännisch-juristische Bereiche vierzehn dokumentierte Fälle beitrugen. Eine unternehmens­weite Sammlung hätte in derselben Zeit vielleicht zwanzig Fälle über alle Bereiche geliefert, jeden zu grob für eine Bewertung. Tiefe je Bereich schlägt Breite über alle, wenn am Ende gerechnet werden soll.

Dokumentiert wurde aus dem Transkript, nicht aus der Erinnerung. Die Ergebnis­dokumente entstehen auf Grundlage des Erhebungs­bogens und des Workshoptranskripts. Das klingt nach Sorgfaltsroutine und ist ein inhaltlicher Punkt: In der Diskussion fallen die entscheidenden Sätze meist nebenbei, und sie stehen nicht auf dem Plakat. Wer nur das Plakat abschreibt, verliert die Begründungen und behält die Schlagworte.

Das Ergebnis

Ein Vorgehen in fünf Stufen, jede mit eigenen Aktionen, eigenem Beteiligtenkreis und eigenen Ergebnissen.

Im Scoping werden Inhalte auf eine Domäne eingegrenzt, das Workshop­konzept abgestimmt und die Anwendungs­fälle erhoben und dokumentiert. In der Ideenfindung wird zuerst ein gemeinsames Verständnis von Künstlicher Intelligenz hergestellt und dann an der Verbesserung von Prozessen und Produkten gearbeitet. In der Auswahl werden die Fälle bewertet und selektiert. In der Ausarbeitung werden die vielversprechenden in Business Cases überführt, in einem eigenen Business-Case-Workshop bewertet und priorisiert.

In der letzten Stufe entstehen Umsetzungs­fahrplan und Projektierungs­vorschlag. Die Beteiligten wechseln dabei bewusst: Mitarbeitende und Entscheider im Scoping, Führungs­kräfte und Entscheider in der Ideenfindung, nur Entscheider bei Auswahl und Fahrplan. Angewandt worden ist das Verfahren bereichsweise. Allein aus einem Workshop mit den Bereichen Forderungs­management und Recht sind vierzehn dokumentierte Anwendungs­fälle hervorgegangen, erhoben mit einem eigenen Erhebungs­bogen und anschließend aus dem Workshoptranskript nachgearbeitet, samt Bewertungs­grundlagen und empfohlenen nächsten Schritten.

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